Brunnen am Roten Turm bleibt trocken

Chemnitz – So kennen die Chemnitzer ihre große Brunnenanlage am Roten Turm: aus verschiedenen Fontänen wird das Wasser in unterschiedlichen Intervallen ausgespeit. Der Zierbrunnen sorgt für urbanes Flair und macht so manche Sommerhitze erträglicher. Doch nicht so in diesem Jahr, denn das Becken bleibt trocken.

Grund sind laut Stadt die erheblichen Beschädigungen an der Natursteinverkleidung, die durch Vandalismus verursacht wurden, sowie massive Lecks an den drei Becken. Durch die undichten Stellen geht deshalb viel Wasser verloren.

Deshalb hat sich die Stadtverwaltung dazu entschlossen, die Brunnenanlage in diesem Jahr nicht in Betrieb zu nehmen und stattdessen im Herbst zu sanieren. Die Kosten dafür werden auf rund 100.000 Euro geschätzt.

Stadtrat Christian Kempe (CDU) sieht die Renovierungsarbeiten genauso dringlich an, kritisiert allerdings den Zeitpunkt der Arbeiten.

Interview: Christian Kempe, CDU – Mitglied des Chemnitzer Stadtrates

Der Brunnen am Roten Turm ist aber nicht der einzige, der wegen Sanierungsbedarf nicht sprudeln wird. In der Innenstadt werden auch das Prisma und das Tecihrosenbecken an der Brückenstraße, sowie die Brunnenanlage auf den Brühl-Boulevard nicht in Betrieb genommen. Im Zuge der Neugestaltung des Brühls ist auch die Sanierung des Wasserspiels mit eingeplant – Kostenpunkt: 50.000 Euro.

Für längere Zeit ungenutzt bleibt indess der Kunstbrunnen an der Pelzmühle. Hier müssten Becken und Technik für mehr als 130.000 Euro komplett erneuert werden – Geld, dass derzeit nicht vorhanden ist. Insgesamt beläuft sich der Sanierungsbedarf bei Chemnitzer Brunnen auf stolze 365.000 Euro.

Zur Eröffnung der Saison wird zumindest die sanierte Schlossteichfontäne am 13. April wieder in die Höhe schießen. Sechzehn weitere Brunnen im Stadtgebiet werden dann bis zum 19. Mai aktiviert.