Bürgerbühne setzt erstes Projekt mit Preisgeld des „ZukunftsGut“ um

Dresden - Die Bürgerbühne des Staatsschauspiel Dresden wurde im letzten September von der Commerzbank-Stiftung mit dem Preis "ZukunftsGut" und 50.000 Euro Preisgeld gewürdigt. Damit werden sie für ihre beständige Interaktion mit dem Publikum ausgezeichnet und gehören zum Vorreiter in der partizipativen Kulturvermittlung. Heute wurde das Preisträgerschild im Foyer des Kleinen Haus aufgehangen.

Was am Staatsschauspiel Dresden regelmäßig im Spielplan verankert ist, ist in Deutschland exemplarisch und zukunftsweisend für institutionelle Kulturvermittlung: Die Bürgerbühne bietet partizipative ästhetische Möglichkeiten, relevante Themen der Stadt zu verhandeln und Menschen zusammen zu bringen, die sich sonst nicht begegnen würden. "Die beständige Interaktion mit dem Publikum macht das Staatsschauspiel zu einem Vorreiter in der partizipativen Kulturvermittlung und zu einem äußerst verdienten ersten Preisträger von ZukunftsGut. Mit unserem Fördergeld wollen wir das Theater dabei unterstützen, seine vorbildhafte Vermittlungsstrategie weiter auszubauen und auch neue Wege zu gehen", so Astrid Kießling-Taşkın, Vorständin der Commerzbank-Stiftung.

© Staatsschauspiel Dresden

Am 14. April feierte die Bürgerbühnen Inszenierung "Ich bin Muslima - Haben Sie Fragen?" im Kleinen Haus 3 des Staatsschauspiels Dresden Uraufführung. Dies ist das erste Projekt, welches mit Unterstützung des Fördergeldes der Commerzbank-Stiftung realisiert werden konnte. 13 Frauen aus verschiedenen Ländern berichten über Geschlechterrollen in der arabischen Kultur und das eigene Religionsverständnis. Damit sich diese Frauen und das künstlerische Team während des Probenprozesses verständigen und Sprachbarrieren überwunden werden konnten, war ein großer Übersetzungsaufwand nötig. Dank des Fördergeld der Commerzbank-Stiftung können die Frauen zum Teil in ihrer Sprache von ihren Erfahrungen berichten - die Inszenierung wird darüber hinaus übertitelt. 

© Sebastian Hoppe
© Sebastian Hoppe