Bürgerinitiative protestiert gegen Müllverbrennung

Chemnitz – Die „Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung in Chemnitz“ hat am Dienstag vor dem Chemnitzer Rathaus eine Protest- und Informationskundgebung durchgeführt.

Anlass war die zeitgleich stattfindende Sitzung des Planungs- Bau- und Umweltausschusses, die über die Pläne zur Müllverbrennung am Weißen Weg diskutierten. Demnach soll ein Teil des Zeißigwaldes für eine Müllverbrennungsanlage und damit für die Abholzung freigegeben werden.

Die Bürgerinitiative machte unter dem Motto: „Trommeln für den Zeißigwald“ lautstark auf ihren Protest aufmerksam. Einerseits fürchten die Gegner des Müllkraftwerkes den Verlust des Zeißigwaldes als Naherholungsgebiet. Außerdem wird von den Anwohnern eine Geruchsbelästigung befürchtet. Die Bürgerinitiative will daher erreichen, dass zunächst über mögliche Alternativen zur Müllverbrennung diskutiert wird.

Der Bau des Müllkraftwerkes wird indes aber immer unwahrscheinlicher. Denn nach den Grünen und der SPD-Fraktion wollen nun auch die Linken im Stadtrat gegen die Pläne stimmen.

Die drei Fraktionen verfügen über eine Mehrheit im Chemnitzer Stadtrat und könnten mit ihrem Veto das Bauvorhaben stoppen.