Büros mit Sichtschutz ermöglichen besseres Arbeitsklima

Möglichst offene Büros sind das Gebot der Stunde. Kaum eines der größeren Unternehmen in Deutschland rühmt sich heutzutage nicht damit, seine Mitarbeiter in einem möglichst modernen „Open Office“ zu „verwöhnen“. Grundsätzlich ist das auch ein sehr begrüßenswerter Trend. Zu beachten ist dabei jedoch, dass trotz des technologischen Fortschritts Menschen auch heutzutage noch ihre Privatsphäre sehr schätzen.

Auch das Open Office kann Privatsphäre bieten

Seit den 1970er Jahren ist es zum Trend geworden, Mitarbeiter in Großraumbüros unterzubringen. In den ersten Jahren erinnerte die Anordnung der Büros mit den berühmten „Cubicals“ jedoch eher an Legebatterien als an einen menschenwürdigen Arbeitsplatz.

Mittlerweile wurde von den Gestaltern der Arbeitsräumlichkeiten allerdings längst erkannt, dass der Großraum nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Rückzugsgebiete und Erholungsinseln benötigt und vor allem die Privatsphäre dabei eine große Rolle spielt.

Beispielsweise ist hier die persönliche Ausgestaltung des Arbeitsplatzes wichtig. In einer wissenschaftlichen Studie der Chung-Ang-Universität in Seoul fanden Wissenschaftler heraus, dass allein dadurch die Produktivität um bis zu 30 Prozent gesteigert werden kann. Sie befragten etwa 400 amerikanische Firmen und erkannten schnell den Zusammenhang zwischen der Autonomie bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Produktivität.

Die entscheidenden Kriterien waren vor allem die Anordnung der Büromöbel nach den eigenen Vorstellungen und die Option, das Erscheinungsbild nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Vor allem die Anordnung der Möbel dürfte auch mit dem Bedürfnis nach Privatsphäre zusammenhängen.

Nicht alle Personen sind gleichermaßen für das Open Office geeignet

Vor allem introvertierte Personen haben mit dem Open Office Konzept oftmals ihre Probleme und vermissen schmerzlich Rückzugsgebiete. Arbeitnehmer sind selbstverständlich dazu verpflichtet, ihren Vorgesetzten Einblick in die Ergebnisse ihrer Arbeit zu gewähren. Das ist aber nicht gleichbedeutend damit, sich ständig bei der Arbeit beobachten lassen zu müssen. Ein wenig Privatsphäre ist vor allem für Introvertierte wichtig, um ihre Leistung zu bringen.

Für sie ist die Vorstellung, dass ihnen ständig jemand bei der Arbeit zusehen und auf den Monitor starren kann, ein Horror. Dem kann beispielsweise sehr einfach mit entsprechenden Sichtschutzfolien entgegengewirkt werden, wie sie unter anderem auf folienmarkt.de erhältlich sind. Solche Folien sind ähnlich wie Milchglasfolien einfach und kostengünstig auf allen Glasflächen in den Büroräumlichkeiten montierbar und bieten einen guten Schutz. Bei Bedarf können sie ebenso einfach und vor allem auch rückstandslos wieder entfernt werden.

Da die Folien lichtdurchlässig sind, geht dabei nichts von der Atmosphäre des offenen Raumklimas und der Helligkeit verloren. Der Wissenschaftler C. Kenneth Tanner hat herausgefunden, dass Kinder, die in zu dunklen Räumlichkeiten unterrichtet werden, an Jetlag-ähnlichen Zuständen leiden. Das gilt in gleicher Form selbstverständlich auch für Erwachsene, die ihren ganzen Arbeitstag in einem zu dunklen Raum verbringen müssen. Dieses Phänomen ist auch durch den sogenannten Winterblues bekannt.

Konzentration ist ein entscheidender Erfolgsfaktor

Bei einer Befragung des Unternehmermagazins „Creditreform“ gaben 95 Prozent der Befragten an, dass sie sich ruhige, private Bereiche zum Arbeiten wünschen. Doch nur 41 Prozent gaben in weiterer Folge an, dass ihnen diese auch zur Verfügung stehen.

Das scheint ein deutliches Zeichen dafür zu sein, dass es vielleicht manche Unternehmen in den letzten Jahren mit der Offenheit in den Büros ein wenig übertrieben haben. Die Folge ist ein entsprechendes Ungleichgewicht von Vernetzung und Privatsphäre. Die Studie „Wohlbefinden am Arbeitsplatz“ zeigt an, dass die Konzentration ein wichtiger Erfolgs- und Zufriedenheitsfaktor für die Mitarbeiter im Großraumbüro ist. Während 98 Prozent der zufriedenen Mitarbeiter angaben, ausreichend Konzentration bei der Arbeit zu finden, war das bei den unzufriedensten 15 Prozent nicht der Fall.

Wichtig ist es deshalb, dass den Mitarbeitern die freie Wahl zwischen Interaktion und Rückzug gelassen wird. Denn genau hier hat jeder eine unterschiedliche „Wohlfühldosis“. Viele ziehen ihre Energie aus der Zusammenarbeit mit den Kollegen, anderen raubt die ständige Anwesenheit von vielen Menschen jedoch die Energie und sie benötigen deshalb regelmäßig Regeneration.

Privatsphäre sollte deshalb nicht als Statussymbol gesehen werden, dass nur höherrangigen Mitarbeitern zusteht, indem sie den Luxus eines Einzelbüros genießen, sondern als erforderliches Kriterium für alle.