Bulgarische Jugendbande manipulierte Geldautomaten in Dresden

Drei bulgarische Jugendliche haben sich an einem Geldautomaten an der Kesselsdorfer Straße in Dresden zu schaffen gemacht. Sie positionierten eine Minikamera, um die Eingabe der PIN-Nummern zu filmen. +++

Den Ermittlungen zufolge hatte sich das Trio in den frühen Morgenstunden an dem Geldautomaten eines Kreditinstitutes an der Kesselsdorfer Straße zu schaffen gemacht. Die Täter versahen den Eingabeschlitz des Automaten mit einem Aufsatz, welcher dem Auslesen der Karten diente. Außerdem positionierten sie oberhalb des Automaten eine Minikamera, um die Eingabe der PIN-Nummern zu filmen. Die Kamera versteckten sie hinter einer eigens dazu angebrachten Hinweistafel.

Einer aufmerksamen Kundin ist es letztlich zu verdanken, dass die Masche der Täter nicht aufging. Als die Frau zur Mittagszeit Geld an dem Automaten abheben wollte, bemerkte sie den Aufsatz am Eingabeschlitz. Ihre Enddeckung teilte sie richtigerweise dem Kreditinstitut mit.

Wenig später untersuchten alarmierte Polizeibeamte den Tatort und stellten die dazugehörige Kamera fest. Die Beamten entschieden sich daraufhin, die Filiale im Auge zu behalten. Diese Entscheidung zahlte sich einige Stunden später aus. Gegen 22.00 Uhr begaben sich zwei Männer in die Filiale und demontierten die Kamera. Die Tatverdächtigen (24, 34) wurden von zivilen Fahndern vorläufig festgenommen. Ihren Komplizen machten die Polizisten in einem Auto wenige hundert Meter entfernt dingfest. 

Die drei Männer wurden zwischenzeitlich einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehle und setzte sie in Vollzug. Die Tatverdächtigen befinden sich nunmehr in verschiedenen Justizvollzugsanstalten.

Es wird geprüft, ob dem Trio noch weitere Straftaten zugeordnet werden können.

Quelle: Polizei Dresden

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