Bund will Naturschutzflächen an Sachsen verschenken

Sachsens Freude ist jedoch sehr verhalten.

Ausgangspunkt für das Angebot des Bundes ist die Festlegung im Koalitionsvertrag, dass insgesamt 125.000 Hektar wertvoller Naturflächen aus dem Besitz des Bundes nicht weiter privatisiert werden sollen. Ende 2005 wurde für diese Flächen deshalb ein Verkaufsstopp ausgesprochen. Die Übertragung an die Länder soll sichern, dass ökologisch wertvolle Flächen naturschutzfachlich gesichert werden können.
Sachsen hat sich in einer ersten naturschutzfachlichen Stellungnahme zu Flächen geäußert, die der Bund dem Freistaat schenken möchte. „Wenn ein Geschenk Folgekosten verursacht, hält sich die Freude beim Beschenkten in Grenzen“ , so Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich zu dem Angebot des Bundes. „Nach dem ersten Blick könne man sagen, mehr Schein als Sein oder das Geschenk hält nicht das, was es verspricht .“ Bei den Flächen, die Sachsen übertragen bekommen soll, handelt es sich größtenteils um Bergbaufolgelandschaften und ehemalige Truppenübungsplätze. Der naturschutzfachliche Wert sei bisher nicht überall klar erkennbar.
Das Angebot des Bundes für Sachsen umfasst insgesamt 11.400 Hektar. Sachsen hat dem Bund fristgerecht zum 15. August eine erste naturschutzfachliche Bewertung zugesandt. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit genutzt, dem Bund zusätzlich naturschutzfachlich wertvolle Flächen zu benennen, die derzeit nicht im Angebot sind. Ein möglicher Tausch soll vom Bund geprüft werden.

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