Bundesinnenminister Seehofer besucht deutsch-tschechische Grenze

Sachsen - "Wir tun es um die Bevölkerung zu schützen", so die Kernaussage von Bundesinnenminister Horst Seehofer zur Einführung der Grenzkontrollen an den deutsch-tschechischen Grenzen. Gemeinsam mit dem sächsischen Innenminister Roland Wöller verschafften sich die Politiker am Donnerstag einen Überblick über die aktuelle Situation am Grenzübergang an der A17

Aufgrund der stärker auftretenden Mutationen wurde Tschechien zum Hochsicherheitsrisikogebiet erklärt. Alle Personen müssen seitdem bei Einreise einen negativen Corona-Test mitführen, der höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen wurde. Zudem gilt die Pflicht, sich unverzüglich für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben. Sachsen ist über diese Anforderung hinausgegangen und verlangt für Personen, die weiterhin ohne Quarantänepflicht einreisen dürfen (z. B. im Bereich Gesundheit und Ernährung), seit Sonntag eine tägliche Testung. In den ersten Tagen führte dies zu kilometerlangen Staus. Am Donnerstag sind an allen Grenzen zu Tschechien insgesamt etwa 50.000 Kontrollen durchgeführt worden. Davon mussten 10.000 Fahrer wegen fehlender Einreisevoraussetzungen den Rückweg antreten. Was den Corona-Test betrifft, werden Testungen, die in Tschechien oder Polen durchgeführt wurden, anerkannt, wenn diese den durch das Robert Koch-Institut vorgegebenen Anforderungen genügen.