Traum von 1. Bundesliga zerplatzt

Chemnitz- Am Dienstag stand das Spiel der Spiele für unsere Chemnitzer Korbjäger an. Mit einem Sieg hätte das Team von Headcoach Rodrigo Pastore das Tor zur ersten Bundesliga öffnen können, doch dies sollte wohl nicht sein.

Hoch motiviert begannen die Chemnitzer Korbjäger das entscheidende Spiel. Gerade mit dem Dreier des Niner Kapitäns Malte Ziegenhagen und dem Anschlusstreffer von Kevin Gilder-Tilbury, brachten die Niners sich nicht nur in Führung, sondern auch die Hartmannhölle zum Beben. Dank Vest und Wank lagen die Orange Army rund 50 Sekunden vor dem Ende des ersten Durchgangs mit 16:15 vorn. Bis zur ersten Viertelpause jagten Guyton und Max Montana zwei weitere Dreier in den Korb, sodass die Nordlichter erstmals ein kleines Punktepolster für sich einheimsen konnten.

Genau dieses Polster sollte im zweiten Drittel noch weiter anwachsen, weil Hamburg vor allem die Bretter dominierte und die Niners mit ihrer knallharten Defensive in die Verzweiflung trieb. Gedanklich und auch körperlich schienen die Towers wesentlich frischer als das Chemnitzer Team. Diesen schienen die vier Partien der höchst intensiven Halbfinalserie deutlich mehr zugesetzt haben. Folglich konnten gerade die Gegner mit einem deutlichen Vorsprung in die Pause gehen.

Nach dem Seitenwechsel mussten die Niners direkt gas geben, um zumindest noch ein kleines Wörtchen im Kampf um den Aufstieg mitsprechen zu dürfen. Doch das genaue Gegenteil war der Fall. Die Nordlichter verteidigten weiterhin auf extrem hohem Niveau. Lediglich zwei Zähler waren seitens der Niners drin. Doch die Chemnitzer Korbjäger hatten sich noch nicht abgeschrieben. Ziegenhagen und Gilder-Tilbury bissen sich regelrecht im Spiel fest und sorgten für einen 11:4 Lauf zum 40:49 Anschluss. Doch am Ende half all der Ehrgeiz nichts. Die Orange Army musste sich mit einem 72:78 geschlagen geben.

Trotz der riesen Enttäuschung, haben die Niners eine Saison der Extraklasse hingelegt. Und auch wenn es nicht in die erste Liga geht, stehen weiterhin die Fans hinter den Chemnitzer Korbjägern.