Bundesministerium erklärt Dresden zur Zukunftsstadt 2030+

Zum Tourstart des Schiffs „MS Wissenschaft“ in Dresden kürte Forschungsministerin Johanna Wanka die Stadt zur „Zukunftsstadt 2030+“.+++

Damit hat Dresden die erste Hürde in einem dreistufigen Wettbewerb genommen. Nun gilt es, eine Vision für Dresden mit dem Zeithorizont 2030+ zu entwickeln.
 
Eine Besonderheit des Projekts wird die innovative Methode der Einbindung der Dresdner Bevölkerung in die Entwicklung einer Vision 2030+ sein. In sogenannten „Barcamps“ wirken die Dresdnerinnen und Dresdner aktiv mit. Insgesamt drei Etappen soll es hierbei geben: 3-Minuten-Barcamps in den Straßenbahnen, ein Barcamp-Monat und ein finales öffentliches Barcamp über ein gesamtes Wochenende.
„Wir wollen wissen, was die Dresdner wollen und brauchen. Bei Entscheidungen, die alle angehen und die wichtig für die gesamte Stadt sind, sprechen die Bürger mit! Wir werden die Wünsche zum Leben mit den neuen Technologien der Megatrends verbinden und hier vor Ort umsetzen“, fasst  Dirk Hilbert, Erster Bürgermeister der Landeshauptstadt, das Projekt zusammen.
 

Dresden ist eine dynamische, wachsende Stadt und ein Hochtechnologiestandort mit hoher Lebensqualität. Diese positive Entwicklung stellt die sächsische Landeshauptstadt jedoch vor die Herausforderung, sich zu einer nachhaltigen Stadtregion zu wandeln. „Dresden hat eine starke Bürgerschaft. Gemeinsam wollen wir unsere Stadt gestalten. Es gilt, einen Wandel zu nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweisen Alltag werden zu lassen. Dafür wurden die Grundlagen gelegt“, erklärte Dirk Hilbert. „Dazu gehören das intelligente Verkehrssteuerungsmodell VAMOS oder das Energie- und Klimaschutzprogramm. Zahlreiche lokale Initiativen gründeten sich, die ihr Leben nachhaltig gestalten, wie z. B. Verbrauchergemeinschaften für regional erzeugte Lebensmittel, Energiegenossenschaften, repair-cafes oder Open Hardware Produktionsstätten“, ergänzt Hilbert.

Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ zeigt, wie Bürger und Forschung schon heute dazu beitragen können, Städte nachhaltig und lebenswert zu gestalten. Bürger, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung entwickeln gemeinsam Visionen für die Zukunft ihrer Kommunen und erproben diese vor Ort: Es geht um sichere Energie, um klimaangepasstes Bauen, bezahlbares Wohnen, um Arbeiten, Freizeit, Kultur, Bildung, Mobilität und vieles mehr. Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ startet im Rahmen des „Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt“, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).
 

Zum Start des „Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt“ in Dresden zeigt das Schiff des Bundesministeriums für Bildung und Forschung – die „MS Wissenschaft“ – eine Ausstellung rund um die nachhaltige Stadt von morgen.  
Thematisiert werden Mobilität, Energie und Klima, aber auch soziale und wirtschaftliche Entwicklungen. Mehr Grün in der Stadt ist ebenso Thema wie die „Smart City“, in der alles vernetzt ist. In einem Simulationsspiel können Ausstellungsbesucher beispielsweise eine Fahrstunde im Elektroauto nehmen und dabei lernen, möglichst energieeffizient zu fahren. Sie können im Modell ihr eigenes nachhaltiges Haus gestalten und auch Wünsche äußern, wie sie sich die Stadt der Zukunft vorstellen.

Die „MS Wissenschaft“ liegt vom 15. bis 19. April an der Albertbrücke, Terrassenufer, Anleger 17, vor Anker und öffnet heute ab 15.30 Uhr ihre Türen. Nächste Anlegestellen sind Dessau-Roßlau, Magdeburg und Schönebeck.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden