Bundespolizei Dresden vereitelt Schleusung

Dresden – Die Grenzkontrollen entlang der Balkanroute lassen das Geschäft der Schleuser wieder aufblühen. Das stellt die Bundespolizei in Dresden in den vergangenen Wochen vermehrt fest. Seit Jahresbeginn wurden seitens der Bundespolizei Dresden fünf Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern eingeleitet.

Die typische Vorgehensweise der Schleuser stellt sich so dar, dass die zahlungsfähigen Migranten mit einem Fahrzeug über die Grenze gebracht und im Stadtgebiet Dresden abgesetzt werden. Anschließend suchen die geschleusten Personen zielgerichtet Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE) auf, um sich registrieren zu lassen. Bei zeitlicher und räumlicher Nähe zum Grenzübertritt, ist die Bundespolizei für die aufenthalts- und strafrechtliche Prüfung des Sachverhaltes zuständig.

Am Dienstagbend wurde durch Einsatzkräfte der Bundespolizei beobachtet wie ein, in der Region zugelassenes, Fahrzeug mit vier Insassen in der Nähe einer städtischen EAE, zwei Personen mit umfangreichem Gepäck absetzte. Die Einsatzkräfte kontrollierten daraufhin die Personen.

Es handelte sich dabei ausnahmslos um georgische Staatsangehörige. Fahrer und Beifahrer im Alter von 32 und 24 Jahren befinden sich derzeit im Asylverfahren. Das mutmaßlich geschleuste Pärchen (25 und 24 Jahre alt) verfügte nicht über gültige Dokumente für Einreise und Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern sowie weitere strafprozessuale Maßnahmen dauern derzeitig an. Im Jahr 2016 wurden im gleichen Zusammenhang insgesamt 32 Ermittlungsverfahren seitens der Bundespolizei Dresden betrieben.