Bundespräsident Gauck ehrt Schüler aus Chemnitz für ersten Platz

Drei Schüler des Gymnasiums Einsiedel in Chemnitz haben einen ersten Preis im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zum Thema „Vertraute Fremde.Nachbarn in der Geschichte“ errungen.

Bundespräsident Joachim Gauck hat sie heute (13. November 2013 um 11 Uhr) in Schloss Bellevue persönlich für ihre Forschungsarbeit zu den Nachbarschaftsbeziehungen des DDR-Frauengefängnisses Hoheneck im Erzgebirge ausgezeichnet. Kultus-Staatssekretär Herbert Wolff begleitete die sächsischen Preisträger zur feierlichen Verleihung in Berlin. „Ich gratuliere den Preisträgern, sie können stolz auf ihre Leistung sein. Ich möchte mich auch bei den Lehrern bedanken, die bei den Schülern das Interesse für eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit wecken. Der Blick zurück ist wichtig, er lässt uns die Gegenwart besser verstehen und hilft auf dem Weg in die Zukunft. Jugendliche lernen so Demokratie zu schützen und zu verteidigen“, betonte Wolff. Insgesamt vier weitere Erste Preise gehen an Jugendliche aus Bielefeld, Hamburg, Münster und Schönebeck. Sie sind mit je 2.000 Euro dotiert.

Über einen hervorragenden Zweiten Preis und jeweils 1.000 Euro können sich die Schüler der 11. Klasse des St. Augustin Gymnasiums Grimma sowie die Schüler der 6. und 10. Klasse vom Gymnasium Dresden-Plauen freuen. Ein Dritter Platz mit 500 Euro geht an die Zwölftklässler des Sächsischen Landesgymnasiums Sankt Afra in Meißen. Insgesamt haben sich mehr als 5.000 Schüler an der historischen Spurensuche des Bundeswettbewerbs beteiligt und wurden dabei von über 700 Lehrern begleitet. Allein in Sachsen nahmen 342 Schüler mit 100 Beiträgen teil. Die Schüler erforschten, wie vielfältig Nachbarschaft sein kann: von Konflikten und Ausgrenzung bis zu Toleranz und gegenseitige Hilfe.

Den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gibt es seit 40 Jahren. Er ist der größte historische Forschungswettbewerb für Jugendliche in Deutschland. Ausrichterin ist die Körber-Stiftung in Hamburg, die 500 Preise auf Landesebene und 50 Bundespreise ausgelobt hatte. Dem Aufruf, sich mit der Geschichte vor der eigenen Haustür auseinanderzusetzen sind bisher mehr als 130.000 Kinder und Jugendliche gefolgt. Weitere Informationen sind abrufbar unter: www.geschichtswettbewerb.de

Die sächsischen Preisträger:
Erster Preisträger (von insgesamt 5)
Sachsen
Der stählerne Nachbar. Nachbarschaftliche Beziehungen zur Strafvollzugsanstalt Hoheneck
Kontakt: Sebastian Weiß (Teilnehmer)
Teilnehmer: Sebastian Weiß, Paul Hilbert, Jeremias Kluge
Schule: Gymnasium Einsiedel, 11. Klasse
09123 Chemnitz-Einsiedel
Tutorin: Jacqueline Sczyrba

Zweiter Preis (von insgesamt 15)
‚Ménage-à-trois‘ –
Ist bei einer Freundschaft zu dritt nicht einer zu viel?
Kontakt: Herma Lautenschläger (Tutorin)
Teilnehmer: Carolin Reichel, Anne Gäbler, Charlene Thäsler, Sophie-Theres Werrmann
Schule: Gymnasium St. Augustin zu Grimma, 11. Klasse
04668 Grimma
weitere Tutoren: Sibylle Arnold, Jean-Marc Verron

Als Nachbarn nicht mehr helfen konnten
Kontakt: Uta Knobloch (Tutorin)
Teilnehmer: Konstantin Immler, Marissa Eichhorn, Leonore Brumm, Vincent Reuß, Anton Seifert, Julian Simon, Tamirlan Asadov, Julian Quispe Heider, Adrian Killian Raum, Luisa Heinzmann, Daniel Eberlein
Schule: Gymnasium Dresden-Plauen, 6. Klasse
01187 Dresden
weitere Tutoren: Jan Metschke

Dürfen wir noch Nachbarn sein?
Kontakt: Julius Simmank (Teilnehmer)
Teilnehmer: Julius Simmank, Tobias René Brueßler, Olga Kiriy, Georg Brauer, Anna-Sophie Hohlfeld
Schule: Gymnasium Dresden-Plauen, 10. Klasse
01187 Dresden
Tutorin: Uta Knobloch
weitere Tutoren: Jan Metschke

Dritter Preis (von insgesamt 30)
‚Das Schönste an Buchholz ist der Blick nach Annaberg‘
Zur Entwicklung der Städtenachbarschaft zwischen Annaberg und Buchholz Betrachtungen im Kontext der Vereinigung beider Städte 1945
Kontakt: Ephraim Bernhardt (Teilnehmer)
Schule: Sächsisches Landesgymnasium Sankt Afra, 12. Klasse
01662 Meißen
Tutor: Cornelius Henker