Bundespräsident hält Rede zum 75. Jahrestag der Bombardierung Dresdens

Dresden - Zum Gedenken an den 75. Jahrestag der Bombardierung von Dresden hielt Bundespräsident Frank Walter Steinmeier eine Rede im Dresdener Kulturpalast. Dabei erinnerte er an die Opfer des Bombenkrieges und dankte den Menschen, die unermüdlich mithelfen die Erinnerungen an den 13. Februar lebendig zu halten. Er betonte: "Wir vergessen die deutsche Schuld nicht. Und wir stehen zu der Verantwortung, die bleibt."

Außerdem sprach er sich entschieden gegen die ideologische und politische Vereinnahmung der Bombenangriffe aus. "Wer heute noch die Toten von Dresden gegen die Toten von Auschwitz aufrechnet; wer versucht, deutsches Unrecht kleinzureden; wer wider besseres Wissen historische Fakten verfälscht, dem müssen wir als Demokratinnen und Demokraten die Stirn bieten, dem müssen wir laut und entschieden widersprechen".

Gleichzeitig freute er sich jedoch darüber, dass so viele Bürgerinnen und Bürger sich jährlich der Menschenkette anschließen und ein starkes Zeichen für ein Gedenken im Geist der Verständigung setzen. Er selbst reihte sich ebenfalls ein.

Zum Abschluss sprach er davon wie wichtig es ist den Frieden in Europa zu erhalten. "Der Weg der Versöhnung hat uns in ein geeintes Europa geführt. Dieses Europa ist die Lehre aus Jahrhunderten von Krieg und Verwüstung, von Hass und Gewalt. Es ist entstanden aus dem Geist des Widerstands gegen Rassenwahn und Totalitarismus, aus dem Geist der Freiheit der Demokratie und des Rechts."