Bundesrat stimmt Einführung des 9-Euro-Tickets zu

Sachsen- Der Bundesrat hat der Einführung des 9-Euro-Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr zugestimmt.

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Laut dem sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig sei dies richtig und wichtig. Das Ticket gebe den Verkehrsunternehmen Sicherheit und allen Menschen, die sich auf das Ticket freuen würden. Es sei eine eine gute Möglichkeit, um den gestiegenen Energiekosten auszuweichen und neue Kunden für den ÖPNV zu gewinnen, so Dulig in einer Mitteilung. 

Dennoch sei es ärgerlich, dass der Bund den Ländern bei der Finanzierung nicht entgegengekommen ist. Dementsprechend müsse weiter verhandelt werden, damit eine grundsätzliche Finanzierung für die nächsten Jahre gesichert sei. Dazu haben die Länder den Bund aufgefordert, sagte Dulig. Da dies nicht abschließend geklärt ist, habe sich Sachsen im Bundesrat enthalten.

Andere sächsische Politiker haben sich ebenfalls zu dem Beschluss des Bundesrates gemeldet. Das sei ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung des Nahverkehrs, so Gerhard Liebscher, verkehrspolitischer Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Außerdem sei es eine gute Möglichkeit dass Menschen den ÖPNV wieder für sich nutzen und Deutschland entdecken. Die Wirkungen des Tickets seien vielfältig für Klima, Tourismus und Kommunen, hieß es.

Das 9-Euro-Ticket gilt zwischen Juni und August für alle Busse und Bahnen im öffentlichen Nahverkehr in Deutschland.