Bundeswehr schafft Flüchtlingsunterkünfte in Frankenberg und Leipzig

Auf dem Gelände der Wettiner Kaserne in Frankenberg/Sachsen und der General-Olbricht-Kaserne in Leipzig werden nun weitere Flächen für Flüchtlingsnotunterkünfte bereitgestellt. +++

Drei Hilfeleistungsanträge des Sächsischen Staatsministeriums des Innern (SMI) zur Unterstützung der Bundeswehr in der Flüchtlingshilfe im Freistaat sind am 28.09.2015 durch die Leitung des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin und ein weiterer durch das Kommando Territoriale Aufgaben in Berlin genehmigt worden.
In den ersten drei Anträgen hatte das SMI die Bundeswehr um Unterstützung bei der Einrichtung und dem Betrieb von Notunterkünften (Erstaufnahmeeinrichtungen) in den Bundeswehrkasernen in Frankenberg/Sachsen und Leipzig gebeten sowie die weitere Nutzung der Sportanlagen in der Dresdner Graf-Stauffenberg-Kaserne als Flüchtlingsunterkunft. Seit dem 5. September sind dort neben der Sporthalle auch der Sportplatz und die Schwimmhalle für die Notunterkunft der Flüchtlinge gesperrt.
Auf dem Gelände der Wettiner Kaserne in Frankenberg/Sachsen und der General-Olbricht-Kaserne in Leipzig werden nun weitere Flächen für Flüchtlingsnotunterkünfte bereitgestellt.
In beiden Kasernen sind die in Frage kommenden Flächen für die Erstaufnahmeeinrichtungen aus Gründen der militärischen Sicherheit abzugrenzen. Durch einen separaten Zugang können die Bereiche dann vom öffentlichen Verkehrsraum aus erreicht werden. Sobald die Landesdirektion entschieden hat, wer die beiden Flüchtlingsunterkünfte verantwortlich betreiben wird, können weitere Absprachen zur Nutzung und Absicherung der Flächen getroffen werden. In Frankenberg sind die Planungen und Absprachen mit der Landesdirektion und dem möglichen Betreiber für den Aufbau, die Einrichtung und den Betrieb der Notunterkünfte bereits vorangeschritten.
„In der Wettiner Kaserne kann der Aufbau bereits in der dieser Woche beginnen. Hier stehen dann auch Soldatinnen und Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ im Rahmen der Bundeswehr-Aktion „Helfende Hände“ bereit, um bei der Einrichtung der Notunterkünfte mitanzupacken“, sagt Oberstleutnant Christoph von Löwenstern, Sprecher der Bundeswehr im Freistaat Sachsen.

Am Donnerstag, dem 17.09.15 waren die Hilfeleistungsanträge des Sächsischen Staatsministeriums des Innern im Lagezentrum des Landeskommandos Sachsen in der Dresdner Graf-Stauffenberg-Kaserne eingetroffen und an das Kommando Territoriale Aufgaben in Berlin weitergeleitet worden. In den letzten Tagen hatte das Verteidigungsministerium diese Anträge geprüft, um die zivilen Behörden in Sachsen zu unterstützen.
Ebenfalls am 28. September hatte das Kommando Territoriale Aufgaben in Berlin über einen Antrag des SMI vom 25.09 entschieden, dass nun zwei mobile Röntgengeräte der Bundeswehr für die Erstaufnahmeeinrichtungen im Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: Landeskommando Sachsen

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