Bundesweite Demo „Solidarität mit Geflüchteten – Gemeinsam für ein besseres Leben“

Die Geflüchteten-Initiativen „Remembering Khaled“ und „Asylum Seekers‘ Movement“ rufen zur bundesweiten Großdemonstration am 28. Februar um 14 Uhr in Dresden auf. Start- und Endpunkt der Demonstration ist der Theaterplatz. +++

Als Teil dieser Gesellschaft wehren sich die Geflüchteten gegen ihre Marginalisierung und formulieren konkrete Forderungen um ihre Situation zu verbessern. Die Sprecherin des Asylum Seekers Movement – Baharak erklärt dazu: „Wir, Geflüchtete und Migrant*innen, als primäre Opfer von Fremdenhass und Rassismus haben uns entschieden am 28. Februar auf die Straße zu gehen, um unserem Leid unter Diskriminierung und rassistischer Aggression, sowie unseren berechtigten Forderungen Ausdruck zu verleihen. Wir denken die Forderungen, die wir mit unserem Aufruf gestellt haben, sind mehr als verständlich. Wir sind Menschen und leben in Deutschland. Wir sollten die Möglichkeit haben unser Leben selbst zu bestimmen“ Die Lebensumstände der Geflüchteten in Dresden werden ebenfalls thematisiert.

„In Dresden leiden Geflüchtete besonders unter der Aggressivität im Alltag. Wir haben immer noch jeden Montag Angst – es hört nicht auf! Wir verlassen montags unsere Unterkünfte nicht! Es ist eine unerträgliche Situation“, ergänzt Amanuel – ein eritreischer Geflüchteter von der Initiative „Remembering Khaled“. „Einige von uns wollen Dresden verlassen, andere wollen bleiben und für ihre Rechte kämpfen. Diese Demonstration wird unsere Forderung nach gleichen Rechten und gegen jeden Rassismus zum Ausdruck bringen!“ Unterstützt werden sie dabei unter anderem vom Bündnis „Dresden Nazifrei“ und dem Netzwerk „Dresden für Alle“.

Weitere Unterzeichner*innen des Unterstützeraufrufes sind die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst – Frau Dr. Eva-Maria Stange, Dresdens Bürgermeister für Soziales – Herr Martin Seidel sowie der italienische Autor und Soziologe Dario Azzellini. Auch ein breiter Zusammenschluss der Wissenschaft, mit mehr als 600 Unterzeichner*innen aus der ganzen Welt, ruft zur Teilnahme an der Demonstration auf.

Baharak fügt an: „Diese Demonstration ist nicht unsere erste Aktion und wird nicht die letzte bleiben. Auch andere Geflüchtete kämpfen seit Jahren für ihre Rechte. Aus unserer Sicht findet diese Demonstration genau zur richtigen Zeit und am richtigen Ort statt. Rassismus ist schon immer ein Hauptproblem für Migrant*innen und Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, besonders in Sachsen. Doch aufgrund von rassistischen Bewegungen wie PEGIDA und der Reaktion der Staatsregierung darauf, konnte Rassismus in den letzten Monaten viel offener geäußert werden als zuvor.“

Unterstützungsaufruf der Wissenschaft: http://aufklaerung-statt-ressentiment.com/
Webseite der Demonstration: http://www.feb28.net/index.html

Initiative “Remembering Khaled” Tel.: 01573 953 1416 E-Mail: contact@remembering-khaled.org

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