Bunte Drachen steigen für einen guten Zweck

In Leipzig gibt einen Aussichtspunkt, von dem aus man wunderbar über das Land schauen kann.

Und damit ist nicht das Völkerschlachtdenkmal gemeint. In Lützschena-Stahmeln steht der Bismarckturm, der einst zu Ehren des ehemaligen Reichskanzlers errichtet wurde. Doch nur wenige Besucher finden den Weg dorthin. Schade, denn der Turm muss saniert werden und hat die Eintrittsgelder dringend nötig. Und genau aus diesem Grund wurde am Wochenende kräftig gefeiert. Bunte Drachen tanzen am Herbsthimmel über Lützschena. Hoch fliegen sie, höher noch als die Spitze des Bismarckturms. Der thront fast 31 Meter hoch imposant über dem bunten Treiben, das nur seinetwegen stattfindet. Beim Drachenfest rund um den Turm gibt es Spiel und Spaß für Jung und Alt. Und das für einen guten Zweck, denn hier werden Spenden gesammelt für die Sanierung des alten Gemäuers

Interview: Marcel Dennhardt – Bismarckturm-Verein Lützschena-Stahmeln e.V.

Zwar wurde die Außenfassade des Turms schon einmal erneuert, doch innen ist nicht viel passiert. Vor allen Dingen die Treppen des 1915 eingeweihten Turms sind marode. Schon allein aus Sicherheitsgründen müssen sie saniert werden. Hat man die 124 Stufen bis zur oberen Plattform erst einmal erklommen, bietet sich ein wunderschöner Blick auf die Umgebung. Rund 230 solcher Bismarcktürme wurden Anfang des 20. Jahrhunderts zu Ehren Otto von Bismarcks errichtet. Erhalten sind heute ungefähr noch 160.

Interview: Marcel Dennhardt – Bismarckturm-Verein Lützschena-Stahmeln e.V.

An jedem ersten Sonntag im Monat ist im Winter der Turm geöffnet. Die wenigen Einnahmen aus dem Eintritt reichen längst nicht aus, um die Kosten für die Erhaltung zu decken. An diesem Wochenende allerdings klingelte die Kasse, dem Drachenfest sei Dank. Doch auch sonst ist ein Besuch des Bismarckturms zu empfehlen. Allein der Ausblick lohnt die Mühe des Aufstiegs.