Busfahrer überfallen und ausgeraubt

Chemnitz – Erneut ist in Chemnitz ein Busfahrer der CVAG an der Endstelle der Linie 32 überfallen worden. Bereits vor zwei Jahren war es an der gleichen Stelle schon einmal zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Wie damals hatten es die Täter auf Bargeld abgesehen.

Am Sonntagabend, kurz vor 22 Uhr, machte ein Busfahrer an der Endstelle der Linie 32 an der Dresdner Straße Pause. Als er von der Toilette kam, wurde er plötzlich von drei Maskierten überfallen und geschlagen. Die Täter zwangen den 37-Jährigen dann dazu den Bus zu öffnen. Aus diesem raubten sie das Wechselgeld aus dem Geldwechsler sowie die Brieftasche des Busfahrers.

Anschließend flüchteten die Täter zu Fuß auf der Dresdner Straße stadteinwärts. Trotz des Vorfalls ist die Endstelle der Linie 32 laut CVAG jedoch nicht gefährlicher als andere Haltestellen.

Trotz sofortiger Fahndungsmaßnahmen der Polizei und dem Einsatz eines Fährtenhundes gelang es bislang nicht, die Räuber zu fassen. Der Busfahrer erlitt bei dem Überfall Verletzungen und musste zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Nach Angaben des Opfers sprachen die Räuber deutsch mit sächsischem Dialekt.

Der Vorfall weist Parallelen zu ähnlichen Überfällen in den vergangenen zwei Jahren auf. So wurde im März 2016 ein Busfahrer der Linie 32 an der Buswendeschleife an der Pelzmühlenstraße mit einer Pistole bedroht und ausgeraubt. Im März 2015 wurde ein Busfahrer der Linie 32 ebenfalls an der Endhaltestelle der Dresdner Straße von zwei Tätern mit vorgehaltener Pistole überfallen. Daraufhin hatten Chemnitzer Verkehrs AG und Polizei öffentlichkeitswirksam um Mithilfe der Bevölkerung geworben – jedoch ohne Erfolg.

Die CVAG denkt nun über mögliche Sicherheitsmaßnahmen nach. Auch eine Viedoüberwachung der Haltestellen ist im Gespräch.

Zum Raubüberfall vom Sonntag sucht die Chemnitzer Polizei nun nach Zeugen, die womöglich die Flucht der drei Täter beobachtet haben. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter 0371 / 387 34 45 entgegen.