Busunfall auf A4 in Dresden – Mindestens 10 Tote, 9 Schwerverletzte

Bei dem schweren Unfall auf der A4 zwischen Neustadt und Altstadt ist ein Reisebus in einen Kleintransporter gerast. Sieben  Insassen des Kleintransporters und zwei Personen im Reisebus wurden getötet. Mehr als 60 wurden verletzt. +++

Bei einem schweren Busunfall auf der A4 in Dresden sind Samstagnacht mindestens 10 Menschen ums Leben gekommen.

Kurz vor 2 Uhr befuhr ein polnischer Reisebus die A4 in Richtung Erfurt. Nach der Anschlussstelle Dresden-Neustadt fuhr er auf einen vor ihm fahrenden ukrainischen Kleinbus auf.

Der polnische Reisebus kam ins Schleudern, durchbrach die Mittelleitplanke und geriet auf die Gegenspur. Dort kollidierte mit einem entgegenkommenden polnischen Kleinbus und stürzte anschließend eine Böschung hinunter.

Sieben der neun Insassen des polnischen Kleinbusses hatten keine Chance zu Überleben. Auch in dem polnischen Reisebus starben zwei Menschen. Aktuell sind fünf Tote identifiziert, sie sind polnische Staatsbürger.

69 weitere Menschen wurden verletzt, 9 von ihnen schweben noch in Lebensgefahr. Sie kamen in Krankenhäuser in Dresden, Radebeul und Pirna.

Den schnell am Unfallort eintreffenden Rettungskräften bot sich ein Bild des Grauens. Insgesamt ist ein Rettungsteam mit 150 Helfern im Einsatz.

Die A4 war in beiden Richtungen über 10 Stunden voll gesperrt. Dies führte zu langen Staus, die bis ins Dresdner Stadtgebiet reichten. Erst am frühen Nachmittag wurde die Autobahn wieder freigegeben.

Ob die Unfallursache ein technischer Defekt oder menschliches Versagen war, steht noch nicht fest. Die Polizei konnte am Samstag bereits Zeugen befragen. Die Überlebenden des Unfalls werden seelsorgerisch betreut.

Der Busfahrer des polnischen Reisebusses war bislang noch nicht vernehmungsfähig. Die Bergung des Busses dauerte am Samstagnachmittag immer noch an. Der Bus soll am Montag genau untersucht werden.

„In meiner 36-jährigen Laufbahn habe ich einen solchen Unfall noch nicht erlebt“, sagt der Chef der Dresdner Feuerwehr, Andreas Rümpel.

Bereits 2012 war das gleiche Busunternehmen in einen Unfall bei Dresden verwickelt. Einen Beitrag dazu finden Sie hier.

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