Bye, Bye Flutlichtgiraffe: Letzter Lichtmast fällt

Im Rudolf Harbig Stadion beginnen am Vormittag die Demontagearbeiten der letzten Flutlichtgiraffe.

Die Flutlichtanlage, bei den Dresdnern wegen ihrer Form auch Giraffe genannt, muss dem Stadionneubau weichen. Die Masten passen nicht mehr zum Konzept.

Die Idee und die Umsetzung zum Flutlichtmast stammt von den Herren  Manfred Mortensen, dem Architekten Günter Schöneberg und dem Ingenieur Friedrich Schmidt sowie von der PGH Elektrobau Dresden.

Die Masten waren  60,5 t schwer, 60 m hoch und hatten einen Neigungswinkel von 20 Grad. Die 104 Lampen hatten eine Leistung von 208 KW und eine Lichtstärke von zunächst 570, später 700 Lux. In den 70er Jahren eine der modernsten Flutlichtanlagen in Deutschland.

Die Vier Lichtmasten hatten eine bewegte Geschichte. Begonnen hatte diese bereits am 3. September 1969 mit dem legendären Spiel zwischen der SG Dynamo Dresden und der DDR-Nationalelf.  Auch nach der Einweihung erlebten die Masten unvergessliche Fußballabende, unter anderem in der DDR-Oberliga, der Bundesliga, der Regionalliga und der Oberliga Nordost, im FDGB- sowie im DFB-Pokal.

Zum Auftakt in die neue dritte Liga leuchteten die Flutlichtgiraffen schon nicht mehr.

Nun heist es,  Good Bye zu sagen und den letzten Masten zu verabschieden, der den Schwarz-Gelben packende Flutlicht-Duelle im Harbig-Stadion beschert hat. Die letzte Partie fand übrigens im Landespokal zwischen Dynamo Dresden und Bischofswerda statt. Endstand für die Elbestädter 5:1.

Mehr zum Thema Flutlichtmasten und zur Geschichte erhalten sie unter www.dynamo-stadion.de

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Mehr dazu erfahren Sie in der Drehscheibe Dresden, stündlich ab 18 Uhr auf DRESDEN FERNSEHEN.