CDU-Antrag gescheitert: Stadtrat lehnt Alkoholverbot entschieden ab

Sie werden weiterhin zum Stadtbild gehören: Gruppierungen, die an öffentlichen Plätzen sitzen und Alkohol konsumieren. Die CDU ist damit mit ihrem Antrag am Leipziger Stadtrat gescheitert, ein Alkoholverbot in der Innenstadt prüfen zu lassen. +++

Es war ein heftiger Sturm der Empörung, der den Christdemokraten entgegen wehte. Das geforderte Alkoholverbot sei nur ein Vorwand, unliebsame Randgruppen von den Plätzen zu vertreiben, kritisierte die Linksfraktion.

Denn es sind größtenteils Jugendliche und junge Erwachsene aus Subkulturen, die sich an der Thomaswiese, dem Weißeplatz und dem Platz vor dem Bahnhof aufhielten. Dass die nicht in das schöne Stadtbild passen – und Leipzig für Besucher von außerhalb unattraktiv machen würde, sei der eigentliche Grund für den Antrag der CDU, argumentierten die Grünen.

Nach der Meinung der SPD würde das Verbot die Probleme nicht lösen, sondern nur verlagern. Außerdem schränke man mit diesen Verordnungen massiv die persönlichen Freiheiten der Bürger ein. Mit großer Mehrheit lehnte der Stadtrat den Antrag der CDU daraufhin ab.