CDU Dresden unterstützt Dirk Hilbert bei der OB-Wahl

Dresden- Die Oberbürgermeisterwahl rückt in der Landeshauptstadt immer näher. Nach langem Zögern hat sich nun auch die Dresdner CDU zur Wahl im Sommer zu Wort gemeldet.

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Als letzte der großen Parteien in Dresden hat sich nun auch die CDU für die Oberbürgermeisterwahl im Sommer positioniert. In einer Pressekonferenz hat Markus Reichel, Kreisvorsitzender der Partei, bekannt gegeben, dass die Christdemokraten eine weitere Amtszeit für den amtierenden OB Dirk Hilbert unterstützen. Somit stehen sowohl die CDU, als auch die FDP hinter dem amtierenden Oberbürgermeister. Hilbert äußerte sich erfreut über die Unterstützung und betonte, dass auf Führungs- und Arbeitsebene durchweg viele Übereinstimmungen zwischen seinen Positionen und denen der Christdemokraten festzustellen seien.

Die Linken im Dresdner Stadtrat verwundert diese Entscheidung nicht. Laut den Stadtvorsitzenden der LINKEN Dresden, Jacqueline Muth und Jens Matthis, unterscheide sich die Politik von Dirk Hilbert in den letzten Jahren nicht mehr von der der CDU. Die Linkspartei sei der Meinung, dass es einen Wechsel an der Stadtspitze bedürfe. Dresden brauche dringend neue Impulse in Richtung klimagerechter Stadt und sozialer Gerechtigkeit. Diese seien von Dirk Hilbert und der ihn unterstützenden CDU nicht zu erwarten.

Auch die Sprecher des Kreisverbandes Dresden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Henriette Mehn und Klemens Schneider, haben sich zu der Unterstützung Hilberts durch die CDU geäußert. Laut Mehn sei das Märchen von Hilberts Unabhängigkeit nun endgültig Geschichte. Dieser sei nur noch ein schlecht getarnter FDP-Vertreter, der in einem Pakt des Stillstandes den Status quo in Dresden ideenlos verwalten würde. Schneider ergänzte, dass man die Herausforderungen der Stadt mit Mut, Verlässlichkeit und Sachverstand angehen und das Potenzial der Stadt und der Bürger konsequent zu verwirklichen müsse.

Die Dresdner SPD hat sich ebenfalls kritisch zur Mitteilung der CDU ausgesprochen. Laut den stellvertretenden Vorsitzenden der SPD Dresden, Julia Hartl und Jan-Ulrich Spies, würden sich die Wähler nicht einfach auf Knopfdruck lenken lassen. Nur weil man als Partei nun einen FDP-Mann unterstütze, hieße das nicht, dass CDU-Unterstützer automatisch mit diesem zufrieden wären. Die Unzufriedenheit mit dem derzeitigen Amtsinhaber würde dahingegen in der Stadtgesellschaft wachsen und die Dresdner hätten eine gute Führung verdient.