CDU: Keine Senkung der Kappungsgrenzen für Mietpreiserhöhungen notwendig

Gerald Otto, wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion äußerte sich am Donnerstag zu der Landtagsdebatte zu dem Thema „Kappungsgrenzen für Mietpreiserhöhungen in Sachsen“. Er erklärt, dass es in Sachsen keine Notwendigkeit zu einer Senkung der Kappungsgrenze gibt. +++

 Zur heutigen Landtagsdebatte zum Thema: „Konsequenzen aus der Mietrechtsänderung ziehen – Kappungsgrenzen für Mietpreiserhöhungen in Sachsen von 20 auf 15 Prozent in drei Jahren absenken“, erklärt Gerald Otto, wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:

 „Wir brauchen in Sachsen zum Glück keine Senkung der Kappungsgrenzen für Mietpreiserhöhungen, weil wir bei den Mieten teilweise deutlich unter denen im übrigen Bundesgebiet liegen. Auch wenn es sicher in einigen angesagten Wohnvierteln in Dresden oder Leipzig schwer ist, eine gute Wohnung zu einem erschwinglichen Preis zu finden, gilt dies für den Freistaat insgesamt nicht. Laut dem Mikrozensus aus dem Jahr 2010 liegt die Nettokaltmiete in Sachsen bei 4,63 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und damit unter dem Bundesdurchschnitt von 5,43 Euro pro Quadratmeter. Die Mietpreise in den sieben nachgefragtesten Städten Deutschlands außerhalb Sachsens liegen gar zwischen 7,43 und 12,69 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter. 

 Auch die erwartungsvollen Zahlen aus der sächsischen Bauwirtschaft deuten nicht auf eine Marktverknappung hin, was zu einer Senkung der Kappungsgrenzen führen müsste. So haben sich allein in Dresden die erteilten Baugenehmigungen für Geschosswohnungsneubauten von 400 Wohnungen in 2010, auf 800 Wohnungen in 2011 verdoppelt. Sachsens Bauindustrie meldet für den Wohnungsbau ebenfalls sehr gute Zahlen. Hier stieg der Gesamtumsatz im Wohnungsbau im letzten Jahr um 25,7 Prozent und die Anzahl der erteilten Baugenehmigungen hat um rund 33 Prozent zugenommen.“

Quelle: Pressestelle der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages