Chemiepokal 2011 mit positiver Bilanz

Am Wochenende stand die Stadt Halle ganz im Zeichen des Olympischen Boxens. Die große internationale Beteiligung und die Liste der Gäste zeigten, dass dieses Traditionsturnier auch nach vier Jahrzehnten seine große Attraktivität behalten hat.

Der hohe Stellenwert zeigte sich auch durch die Einstufung des Boxturniers durch den Box-Weltverband Association Internationale de Boxe Amateure (AIBA), der dieses Turnier als Prüfturnier für die besten Kampfrichter des Weltverbandes einstufte. Die deutschen Athleten zeigten bei der 38. Auflage des Chemiepokals in Halle/Saale sehr gute Leistungen und konnten sich so insgesamt 16 Medaillen und vier der begehrten Pokale erkämpfen.

Für die größte Überraschung sorgte Lokalmatador Kevin Künzel im Halbschwergewichtler. Der junge Mann aus Schkopau setzte sich in allen Vorkämpfen durch und bezwang im Finale des Chemiepokal den Vize-Weltmeister Elschod Rasulow aus Usbekistan. Dieser Erfolg brachte ihm nun die nötige Aufmerksamkeit von Bundestrainer Valentin Silaghi ein, der den Schkopauer nun sogar Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme in diesem Jahr machte. Im Rahmen eines Vorbereitungslehrganges kann sich Kevin Künzel noch einmal beweisen.

Bei weiterer konstant guter Leistungssteigerung hat er nun ist die Chance auf die WM-Qualifikation, hieß es von Bundestrainer Valentin Silaghi. Im Leichtgewicht zeigte der 19-jährige Jugend-Olympiasieger Artur Bril aus Köln, dass die in ihn gesetzten Erwartungen nicht unbegründet waren. Der Leichtgewichtler holte sich mit einem 5:4-Finalsieg über Faziliddin Gibnazarow aus Usbekistan den Pokal. Patrick Wojcicki aus Wolfsburg und und der Berliner Stefan Härtel holten sich ebenfalls die begehrte Trophäe des Traditionsturniers. Die Athleten aus Russland erboxten sich drei Titel.

Je einen Pokal konnten China, die Türkei und Usbekistan mit nach Hause nehmen. In der langen Geschichte gab es in diesem Jahr ein Novum, zum ersten Mal wurde eine Frau Gewinnerin des Chemiepokals. Diese Ehre sicherte sich die Russin Irina Poteyeva, die sich im Finale gegen Andrea Strohmaier (Deutschland) durchsetzte. Die Australierin Naomi Fischer-Rasmussen gewann Bronze.