Chemmy: Chemnitzer Sportler geehrt

Bei der 16. Auflage des Sport Chemmy gab es am Samstag gleich drei Preisträger, die ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen konnten.

Zum Chemnitzer Sportler des Jahres 2012 wurde zum zweiten Mal in Folge Kugelstoßer David Storl gewählt.

Der 22-Jährige holte sich im vergangenen Jahr sowohl bei den Hallenweltmeisterschaften in Istanbul als auch bei den Olympischen Spielen in London die Silbermedaille.

Bei Olympia steigerte Storl dabei seine persönliche Bestleistung auf 21,86 Meter und dies soll noch nicht alles gewesen sein.

Interview: David Storl – Kugelstoßer LAC Erdgas

Seinen Titel aus dem Vorjahr ebenfalls verteidigt hat der Nachwuchssportler des Jahres Stefan Bötticher. Zu seinen Erfolgen in der abgelaufenen Saison zählen drei Goldmedaillen bei den Bahnrad-Europameisterschaften der Junioren.

Darüber hinaus holte der 21-Jährige bei deutsche Meisterschaften auch im Sprint, Keirin und Teamsprint drei nationale Titel. Die es in diesem Jahr zu verteidigen gilt.

Interview: Stefan Bötticher – Chemnitzer Polizeisportverein

Erfolgreich waren auch die Chemmy-Preisträger der Mannschaft des Jahres, Aljona Savchenko und Robin Szolkowy.

Das Chemnitzer Eiskunstlaufpaar mit ihrem Trainer Ingo Steuer konnte aufgrund eines Trainingslagers in Florida zwar nicht persönlich anwesend sein, jedoch nahmen sie ihre Trophäe per Live-Videoschaltung entgegen.

Savchenko und Szolkowy wurden dabei bereits zum achten Mal in Folge mit dem Sport Chemmy für die beste Mannschaft ausgezeichnet.

Über den Chemmy zur Sportlerin des Jahres konnte sich Turnerin Sophie Scheder vom TuS Chemnitz-Altendorf freuen.

Die 16-Jährige Junioren-Europameisterin am Stufenbarren war am Samstag jedoch aufgrund der gleichzeitig stattfindenden Europameisterschaft in Moskau verhindert. Für sie nahm Heimtrainerin Gabriele Frehse die Auszeichnung entgegen.

Ebenfalls nicht anwesend war der Gewinner in der Kategorie Lebenswerk. Stefan Grützner, Trainer vom Chemnitzer Athletenclub, weilte mit seinem Team zum Bundesliga-Finale im Gewichtheben in Obrigheim.

Der 64-Jährigen, der im Sommer in Ruhestand geht, wurde aber durch Moderator Marco Schreyl per Telefonschalte zum Chemmy beglückwünscht. Grützner war in seiner aktiven Laufbahn als Gewichtheber unter anderem Weltmeister und Olympiadritter.

Als Trainer folgten dann unzählige internationale Titel mit Athleten wie Ingo Steinhöfel und Kathleen Schöppe.

Mit dem Ehren-Chemmy wurde der Ex-Radsportler Wolfgang Lötzsch ausgezeichnet. Dieser Preis wird durch die drei Organisatoren des Chemmy Thomas Schönlebe, Jens Carolwitz und Michael Hübner vergeben.

Der heute 60-Jährige Lötzsch zählte in den 70iger und 80iger Jahren zu den besten Radsportlern der DDR und wurde 2012 auch in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

Interview: Wolfgang Lötzsch – Radsportler

Im Rahmen der Veranstaltung trugen sich zudem die Chemnitzer Bahnradsportler Kristina Vogel, Maximilian Levy, Joachim Eilers und Stefan Bötticher ins Goldene Buch der Stadt Chemnitz ein.

Damit wurden die erfolgreichen Leistungen der Athleten bei den Weltmeisterschaften in Minsk im Februar diesen Jahres geehrt. Der Abend im Autohaus Schloz & Wöllenstein hat wieder einmal gezeigt wie erfolgreich Chemnitzer Sportler sind.

Man darf jetzt schon gespannt sein, wer im kommenden Jahr die begehrten Trophäen abräumen wird.