Chemmy verliehen

Es ist schon zur Tradition geworden in Chemnitz, im Frühjahr werden die Sportchemmys verliehen.

Namhafte Sportler wie Lars Riedel, Jens Fiedler oder auch Ingo Steinhöfel haben schon einen. In diesem Jahr stand die Ehrung der Chemnitzer Sportler für 2008 an und unter ihnen war auch der stärkste Mann der Welt.
Knapp 600 Galagäste fanden den Weg zur inzwischen traditionellen Chemmy-Verleihung. Geehrt wurden die Sportler des Jahres 2008, zumindest in zwei Kategorien gab es da nicht wirklich eine Überraschung, an wen die Trophäen gehen könnten.

Einer der heißesten Favoriten war der stärkste Mann der Welt, Matthias Steiner. Der Gewichtheber vom Chemnitzer Athletenclub hatte nach dem Olympiasieg von Peking ein turbulentes halbes Jahr hinter sich.

Interview Matthias Steiner – Olympiasieger im Gewichtheben

Doch bevor er zu seinen Ehren kam wurden zunächst die anderen Sportchemmys verliehen, den Anfang machte der für das Lebenswerk. Der ging posthum an Reinhard Dertz, den langjährigen Geschäftsführer des Stadtsportbundes. Er war im Dezember nach schwerer Krankheit verstorben, seine Witwe nahm den Preis in Empfang.

Der Ehrenchemmy ging an Johannes Büchner, einem Mann, der sich seit fast 60 Jahren für die Leichtathletik stark macht. Noch heute ist er Wettkampfleiter und Ehrenmitglied im Sächsischen Leichtathletikclub. Die Leichtathleten hatten auch beim Chemmy für den Nachwuchs in diesem Jahr wieder die Nase vorn. David Storl, der sich im Moment im Trainingslager befindet, bekam den Preis schon zum zweiten Mal. Mehr als einen Chemmy hat auch Schwimmerin Maria Götze in ihrem Schrank stehen. Die Siegerin der Paralympics von Peking gewann die Trophäe in der Kategorie Beste Sportlerin.

Der Chemmy für die beste Mannschaft wurde ebenfalls in Abwesenheit der Preisträger verliehen. Das Eiskunstlaufweltmeisterpaar Aljona Savchenko und Robin Szolkowy bereitet sich in Los Angeles auf die Verteidigung seines Titels vor. Trainerlegende Jutta Müller, die auch die Laudatio hielt, nahm den Preis stellvertretend entgegen. Der Chemmy für den besten Sportler ging erwartungsgemäß an den stärksten Mann der Welt, an Matthias Steiner. Allerdings bekam der 26-jährige den Chemmy zum ersten Mal, für ihn ein ganz besonderer Preis.

Interview Matthias Steiner – Olympiasieger im Gewichtheben

Ein besonderer Dank ging von ihm auch noch einmal an die Sponsoren, ohne die im Sport inzwischen kaum noch etwas geht. Für Matthias Steiner geht es nach der Pause wegen der Leisten – OP am 1.April weiter. Dann steigt er wieder voll ins Training ein, will sich unter anderem auf die Weltmeisterschaft vorbereiten. Und mit einem solchen Titel hat er dann auch im kommenden Jahr gute Chancen, den Chemmy wieder abzuräumen.

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