Chemnitz: 5.000 waren im „Zug der Erinnerung“

Es ist ein grausamer Teil der deutschen Geschichte. Die Zeit des  NS-Regimes und die damit verbundene Deportation von Juden.

Auf diese Schicksale soll der Zug der Erinnerung als rollendes Mahnmal aufmerksam machen. Er macht seit 4 Monaten Halt in den verschiedensten Städten von Deutschland. Doch dies wird von den Bewohnern unterschiedlich aufgenommen.

Der Zug der Erinnerung sorgt in der Region Chemnitz für großes Aufsehen. Am Mittwoch machte der Zug für zwei Tage Station im Chemnitzer Hauptbahnhof. Die außergewöhnliche Ausstellung zog schon hier rund 5000 Tausend Besucher in  ihren Bann. Laut Stadt mussten Interessierte, Wartezeiten bis zu 2 Stunden in Kauf nehmen.
Der Zug der Erinnerung fährt seit Januar 2008 quer durch Deutschland und soll so an die Schicksale deportierter jüdischer Kinder erinnern. Mit Dokumenten, Fotos und Filmbeiträgen wird den Besuchern eindrucksvoll ein Teil der grausamen Geschichte zur Zeit des NS-Regimes näher gebracht.
 Auch in der Region Chemnitz wurden im Zeitraum von 1942 -1945 rund 600 jüdische Kinder in verschiedene Konzentrationslager deportiert. Nur hundert überlebten. Ein Grund mehr dieser Schicksale zu Gedenken.
Doch das rollende Holocaust-Mahnmal kann nicht an allen Stationen unbehelligt seine Botschaft verbreiten. So unter anderem am Freitag in Mittweida. Die Polizei befürchtete hier rechtsradikale Übergriffe. So musste der Zug zum ersten mal in seiner Geschichte von der Bundes-und Landespolizei begleitet werden. Das Bahnhofsumfeld wurde den ganzen Tag bewacht um vor drohenden Provokationen zu schützen. Zum Glück sind es aber nur ein paar ewig gestrige, die ihre Augen vor der Geschichte verschließen.