Chemnitz-Adelsberg: Tödliche Pferdeseuche ausgebrochen

In Chemnitz wurde am Freitag der Ausbruch der Ansteckenden Blutarmut der Einhufer amtlich festgestellt.

Bei zwei Pferden konnte der Krankheitserreger durch Untersuchungen des Blutes nachgewiesen werden, Krankheitszeichen zeigten die Tiere keine. Die betroffene Pferdehaltung befindet sich im Stadtteil Adelsberg. Um die weitere Ausbreitung zu verhindern, sind die beiden infizierten Pferde bereits getötet und der betroffene Pferdebestand gesperrt worden.

Zusätzlich wurde durch das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt eine Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Ansteckende Blutarmut der Einhufer erlassen. Diese kann auf der Internetseiten der Stadt Chemnitz unter der Rubrik: Ämterservice –Tiere –Ansteckende Blutarmut der Einhufer eingesehen werden http://www.chemnitz.de/chemnitz/de/buerger-rathaus/aemterservice/tiere/einhufer/index.html

Die Ansteckende Blutarmut der Einhufer ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die auch als infektiöse Anämie bezeichnet wird. Sie kann bei Pferden zu langwierigen Krankheitsverläufen mit Fieber, Schwäche, Blutarmut und auch zum Tod führen. Impfung und Heilung sind nicht möglich. Infizierte Tiere müssen getötet werden. Die Krankheit kann unter anderem durch blutsaugende Insekten direkt auf andere Pferde übertragen werden. Andere Tierarten – außer Einhufer (Pferde, Esel, Maultiere, Zebras) – sind nicht betroffen. Für den Menschen stellt die Tierseuche auch keine Gefahr dar.

Hintergrundinformationen
Weiterführende Informationen zur Charakterisierung der Infektionskrankheit und ihrer Verbreitung können Sie direkt dem Tierseucheninformationssystem des Bundesforschungsinstitutes für Tiergesundheit (Friedrich-Löffler-Institut) unter dem Link: 
http://tsis.fli.bund.de/Reports/Info.asp oder beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unter der Adresse http://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/Tierseuchen/_texte/AndereTierkrankheitenDossier.html?docId=1308250  finden