Chemnitz besitzt einen großen Schatz

Soviel Häuser aus der Gründerzeit wie hier stehen nämlich kaum in einer anderen deutschen Stadt.

Dennoch fallen auch denkmalgeschützte oder erhaltenswerte Gebäude immer wieder der Abrissbirne zum Opfer.

Chemnitz beweißt Mut zur Lücke, so heißt es – leider kann das nur auf die häufige Tätigkeit der Abrissbagger in der Stadt bezogen werden. Gleich reihenweise verschwanden Häuser aus der so genannten Gründerzeit Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Stadtbild. Das nächste Gebäude auf der Abriss-Liste ist das ehemalige Bauordnungsamt an der Kreuzung Augustusburger und Clausstraße.

Dieses Vorhaben ruft vielfachen Protest von Denkmalschützer hervor.

Interview: Sandro Schmalfuß

Um das Gebäude zu retten hat das Stadtforum Chemnitz eine Unterschriftenaktion gestartet. Sie haben für den Bau ein mögliches „Haus der Vereine“ als Nutzung vorgeschlagen. Nach Aussage der Stadt würden aber nach zehnjährigem Leerstand die Sanierungskosten die Kosten für einen Abriss deutlich übersteigen. 

Interview: Sandro Schmalfuß

Nun scheint sich aber doch in letzter Minute noch etwas zu bewegen. Nach Medienberichten verhandelt die Stadt mit einem potentiellen Investor. In der Stadtverwaltung hält man sich jedoch noch bedeckt. Die Zukunft des ehemaligen Amtsgebäudes und vieler anderer Häuser ist damit noch nicht gesichert. 

Interview: Sandro Schmalfuß

Die nächsten Abrisskandidaten haben die Denkmalschützer schon ausgemacht. Zwei Häuser am Fuße der Zietenstraße sollen als Zugang für die entstehenden „Bunten Gärten“ aus dem Weg geräumt werden.

Mit dem SACHSEN FERNSEHEN Newsletter sind Sie immer informiert über die aktuellen Geschehnisse aus Chemnitz und Umgebung

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar