Chemnitz bleibt Schlusslicht

Leider hat sich seit der letzten Studie nicht viel getan: Im Gegensatz zur sächsischen Konkurrenz aus Dresden und Leipzig leidet Chemnitz noch immer unter der massiven Abwanderung der Bevölkerung.

Das geht aus dem Städteranking der Berenberg Bank und des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts HWWI hervor, das die 30 größten Städte Deutschlands nach ihrer Zukunftsfähigkeit bewertet. Dort landet Chemnitz wie 2008 auf dem letzten Platz.

Dennoch finden sich in der Studie auch Lichtblicke: So konnte der Abwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich gestoppt werden. Zwischen 2003 und 2008 zog die Zahl der Erwerbstätigen in Chemnitz um knapp zwei Prozent an. Im gleichen Zeitraum legte die Produktivität – wenn auch auf niedrigstem Niveau -um über zehn Prozent zu. Im Trendindex, der auch die aktuelle konjunkturelle Entwicklung berücksichtigt, hat sich Chemnitz daher leicht verbessert.

Doch Chemnitz muss noch viel Aufholarbeit leisten und seine deutlichen Standortprobleme im Bereich Bildung (vierthöchste Schulabgängerquote ohne Hauptschulabschluss) und vor allem Internationalität in den Griff bekommen: In keiner anderen deutschen Stadt ist der Anteil ausländischer Studenten und ausländischer Beschäftigter so gering.

Die Zeit drängt: Wenn die Abwanderung nicht weiter gestoppt wird, wird die Bevölkerung bis zum Jahr 2020 drastisch sinken – Prognosen zufolge um mehr als sechs Prozent. Dies würde die ökonomischen Entwicklungspotenziale weiter reduzieren.

Wie schon vor zwei Jahren belegen Frankfurt und München die beiden ersten Plätze, gefolgt von Düsseldorf. „Aufsteiger des Jahres“ ist Berlin, das sich von Platz 24 auf Platz 8 verbessern konnte.

Hier gibts die Studie zum Download

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