Chemnitz: Busfahrer überfallen – Zeugen gesucht

Am Samstagabend gegen 22:40 Uhr wurde in Chemnitz der Busfahrer der Linie 32 an der Buswendeschleife an der Pelzmühlenstraße mit einer Pistole bedroht.

Zwei vermummte Täter forderten Geld. Nachdem die Unbekannten wenige hundert Euro Kasseneinnahmen und eine Geldbörse erbeutet hatten, flüchteten sie in Richtung Pelzmühlenteich.

Der 52-jährige Busfahrer erlitt durch den Überfall einen Schock und musste medizinisch behandelt werden. Die Fahndung nach den etwa 1,80 m großen Tätern blieb ohne Erfolg.

Der Fall weist Parallelen zu einem ähnlichen Überfall im Februar des vergangenen Jahres auf. Damals wurde ebenfalls ein Busfahrer der Linie 32 an der Endhaltestelle der Dresdner Straße von zwei Tätern mit vorgehaltener Pistole überfallen.

Daraufhin hatten Chemnitzer Verkehrs AG und Polizei öffentlichkeitswirksam um Mithilfe der Bevölkerung geworben – bislang ohne Erfolg. Bei der CVAG ist man noch vorsichtig, was Zusammenhänge beider Taten angeht.

Interview: Stefan Tschök, Pressesprecher CVAG

Nun werden zuerst die Videoaufnahmen des Überfalls ausgewertet.

Im Zuge des Vorfalls werden nun Stimmen laut, die sich für eine Wiedereinführung der Fahrkartenautomaten in Bussen aussprechen. Wenn Busfahrer keine Tickets mehr verkaufen würden, so die Überlegung, dann würde das Risiko von Überfällen sinken.

Bei der CVAG sieht man allerdings noch keinen konkreten Handlungsbedarf.

Interview: Stefan Tschök, Pressesprecher CVAG

Die Entscheidung pro oder contra Fahrkartenautomaten bleibt also eine Abwägung zwischen Service- und Sicherheitsaspekten.

Zum Raubüberfall sucht die Chemnitzer Polizei nach Zeugen, die womöglich die Flucht der beiden Täter beobachtet haben. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter 0371 / 387 34 45 entgegen.

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