Chemnitz: Erneuter Streik im öffentlichen Nahverkehr?

Die Verhandlungen um einen Manteltarifvertrag für den Nahverkehr in Sachsen sind gescheitert, so die Gewerkschaft ver.di.

Bis Mittwochmorgen 03.00 Uhr dauerte die mittlerweile 5. Verhandlungsrunde zwischen ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband. Nach 18-stündiger Sitzung erklärte verdi die Verhandlungen für gescheitert.

Die Arbeitgeber hätten ohne Beachtung der jetzigen Arbeitsbedingungen von den Arbeitnehmern verlangt, auf viele wichtige Forderungen zu verzichten, so die Gewerkschaft.

Vom kommunalen Arbeitgeberverband hieß es, er hätte sein Angebot verbessert, ver.di beharre jedoch auf der 38-Stundenwoche und Vorteilsregelungen für Gewerkschaftsmitglieder.

Für ver.di ging es vor allem um bessere Rahmenbedingungen wie eine Wochenfeiertagsregelung, die Erhöhung der Zeituschläge, eine Dienstschichtbegrenzung sowie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ab dem 1.Krankheitstag.

Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, standen bereits am Montag im Rahmen eines Warnstreiks viele Busse und alle Straßenbahnen in Chemnitz, Dresden und Zwickau still.

Ver.di will nun in den kommenden Tagen die Beschäftigten über einen unbefristeten Streik abstimmen lassen. Somit könnte auch der Chemnitzer Nahverkehr demnächst wieder bestreikt werden.