Chemnitz: Fernbahnanbindung – Region fordert stärkere Einbeziehung

Die gute Nachricht ist: Es geht voran. Der Freistaat hat die Elektrifizierung der Strecke Chemnitz – Leipzig für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet.

„Es ist positiv, dass diese Zusage eingehalten wurde“, so Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig nach dem Treffen der Initiative Fernbahnanbindung am Montagnachmittag im Chemnitzer Rathaus.

Der zuständige Abteilungsleiter im Sächsischen Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, Bernd Sablotny, informierte das Gremium über den Sachstand verschiedener Verkehrsprojekte.

Für das Schwerpunktthema der Initiative, die Strecke Chemnitz – Leipzig, werde eine Fahrtzeit von 50 Minuten angestrebt. Laut SMWA ist hierfür die Streckenführung über Bad Lausick die geeignete Linienführung. Eine durchgehende Zweigleisigkeit hält das SMWA auch für einen späteren Fernverkehr auf dieser Strecke hingegen nicht für erforderlich. Fern- und Nahverkehr sind in diesem Konzept aufeinander abgestimmt.

Die Initiative geht nach dem Gespräch davon aus, dass dieser Plan technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, da diese Variante im Wissen um eine Nutzung für den Fernverkehr getroffen wird. Die Initiative fordert, in die weiteren Schritte stärker einbezogen zu werden.

Um das Thema Fernbahnanbindung weiter nachdrücklich auf den drei dafür zuständigen Ebenen zu verfolgen, wird die Initiative Fernbahnanbindung die Vertreter von Bund, Land und Deutscher Bahn im Herbst zu einem Gespräch einladen. Damit will sich die Initiative auch in den Prozess der Vorplanung einbringen, die bis zum Sommer 2014 abgeschlossen werden soll.

Die Initiative begrüßte zudem die Fortschritte beim Ausbau der A72 als auch beim Weiterbau des Südverbundes.

Initiative Fernbahnanbindung
Zur Initiative gehören die Mitglieder des Regionalkonvents, die Präsidenten von IHK und Handwerkskammer, der Industrieverein, Abgeordnete aus Bund und Land, Mitglieder des Stadtrates, der Rektor der Technischen Universität, Vertreter aus Kultur, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft. Das Gremium fordert eine adäquate Fernverkehrsanbindung für die Industrieregion Chemnitz.