Chemnitz: Forderung nach mehr Kita-Erziehern

Am Mittwochnachmittag haben sich rund 300 Eltern und Kita-Mitarbeiter freier Träger auf dem Chemnitzer Neumarkt für bessere Bedingungen bei der Kindertagesbetreuung stark gemacht.

Im Mittelpunkt der Kundgebung stand dabei eine Änderung des Personalschlüssels.

Laut sächsischem Bildungsplan soll sich in einer Kita eine Fachkraft um 13 Kinder kümmern – in der Realität seien es aber oft mehr Kinder.

Interview: Carsten Tanneberger – Sprecher „Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege Chemnitz“

Die Wohlfahrtsverbände fordern einen Erzieher oder Erzieherin für acht Kita-Kinder und eine Fachkraft für drei Krippenkinder.

Die höheren Kosten dieses Modells sollte aber der Freistaat allein tragen.

Kommunen und Eltern seien bei der Finanzierung von Betreuungsplätzen schon genug belastet.

Interview: Carsten Tanneberger – Sprecher „Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege Chemnitz“

Laut einer gerade veröffentlichten Studie im Auftrag der Unfallkasse Nordrheinwestfalen wirken sich schlechte Rahmenbedingungen auch negativ auf die Gesundheit des Kita-Personals aus.

Demnach erhöht der Mangel an Betreuungskräften durch Stress und fehlende Pausenzeiten deutlich das Risiko für Erkrankungen.