Chemnitz-Gablenz: Gezündelt und zerschlagen?

Drei Jugendliche (m: 17, 2x 16) sind in der Nacht von der Polizei als Tatverdächtige zu einer Brandstiftung sowie einer Sachbeschädigung gestellt worden.

Gegen 23.15 Uhr war ein Anwohner der Kreherstraße durch Brandgeruch wachgeworden. Dieser kam aus einem leerstehenden Mehrfamilienhaus auf der Bernhardstraße. Die vom Zeugen alarmierte Berufsfeuerwehr war mit 13 Männern im Einsatz. Jemand hatte im Haus gezündelt.

Im Rahmen der Ermittlungen am Brandort wurde bekannt, dass sich dort kurz vorher Jugendliche aufgehalten, gelärmt und gegen Mülltonnen getreten haben. Dann sollen sie plötzlich weggerannt sein.

Wenige Minuten später meldete sich bei der Polizei ein Anrufer (32), der mehrere Jugendliche auf der Arthur-Strobel-Straße beobachtete. Die jungen Leute hätten soeben ein Wartehäuschen zerlegt und liefen nun in Richtung Ernst-Enge-Straße. An dem Wartehäuschen war eine Scheibe demoliert (Schaden: ca. 1.000 Euro) worden.

Anhand der Personenbeschreibung gelang es Polizisten des Reviers Chemnitz-Süd gemeinsam mit Beamten der Bereitschaftspolizei bei der Tatortbereichsfahndung drei flüchtende junge Männer auf der Hans-Ziegler-Straße zu stellen. Unter ihnen einer (17), der bereits zuvor am Brandort aufgefallen war. Nach den ersten polizeilichen Maßnahmen wurden die drei nach Hause entlassen. Die weiteren Ermittlungen müssen nun zeigen, ob und inwieweit die drei mit der Brandstiftung auf der Bernhardstraße und dem demolierten Wartehäuschen auf der Arthur-Strobel-Straße zu tun haben.