Chemnitz: Lehrer gehen auf die Straße

In Chemnitz hat am Mittwoch aufgrund eines ganztägigen Warnstreiks der Lehrerschaft in einem Großteil der Schulen kein regulärer Unterricht stattgefunden.

Gegen 9 Uhr versammelten sich an der Kaßbergstraße mehr als 5.000 Demonstranten aus dem öffentlichen Dienst.

Neben Lehrerinnen und Lehrern aus Chemnitz und der gesamten Region gingen unter anderem auch Mitarbeiter von Universitäten, Feuerwehrleute und die Gewerkschaft der Polizei auf die Straße.

Die Demonstration führte über die Hartmannstraße bis vor das Karl-Marx-Monument, an dem eine Protestkundgebung stattfand.

Bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst fordern die Gewerkschaften 5,5 Prozent mehr Lohn und eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro.

Zudem lehnen sie Einschnitte bei der Altersvorsorge ab.

Besonderer Streitpunkt ist die Forderung nach einer tariflichen Eingruppierung der Lehrkräfte.

Bisher wurde die Entgelte der Lehrer von den Arbeitgebern wie bei Beamten verordnet.

Da die sächischen Lehrer nicht verbeamtet sind, wollen sie in Zukunft ihre Einkommensstruktur wie in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes üblich mit dem Freistaat verhandeln.

Interview: Dr. Sabine Gerold, Landesvorsitzende „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Sachsen“

Am kommenden Montag findet die dritte Verhandlungsrunde der Gewerkschaften mit der Arbeitgeberseite in Potsdam statt.

Einigen sich die Tarifparteien nicht, sind weitere Warnstreiks nicht ausgeschlossen.

Interview: Dr. Sabine Gerold, Landesvorsitzende „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Sachsen“

Neben der Demo in Chemnitz gab es auch große Kundgebungen in Dresden und Leipzig.

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