Chemnitz: Lokaljournalismus im Fokus

Der Chemnitzer Branchenverband der Kultur- und Kreativwirtschaft hat am Donnerstag über die Medien- und Presselandschaft in Chemnitz diskutiert.

Zur Podiumsdiskussion im Druckhaus der Freien Presse waren dabei zahlreiche Experten geladen.

Mit dabei waren unter anderem der Geschäftsführer der Freien Presse Ulrich Lingnau und René Falkner von SACHSEN FERNSEHEN.

Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Presse und Medien dem digitalen Wandel begegnen wollen.

Interview: Ulrich Lingnau – Geschäftsführer „Freie Presse“

Festgestellt wurde, dass das Interesse der Chemnitzer Leser an lokalen Inhalten nach wie vor sehr hoch ist. Die etablierten Presseanbieter der Stadt können dieses Interesse befriedigen, sehen sich aber mit neuen Anforderungen konfrontiert.

Qualitätsjournalismus sei nach wie vor ein Ziel, das langfristig aber nur kostendeckend funktionieren kann. Vielfach werden dafür inzwischen Praktikanten und freie Mitarbeiter beschäftigt.

Aus dem Publikum gab es dazu kritische Stimmen. So wurde moniert, dass der Etat in den Redaktionen in den vergangenen Jahren kontinuierlich heruntergefahren wurde. Freie Journalisten könnten kaum noch von ihren Texten leben. Bei Fotografen sei die Situation ähnlich.

Doch es ging in der Debatte nicht nur ums Geld. Für eine erfolgreiche Zukunft müssten durch die Chemnitzer Medienmacher stetig neue Möglichkeiten im Online-Umfeld gefunden und ausgetestet werden. Nur so könne man auch langfristig den Chemnitzern guten Journalismus bieten.

Interview: Lars Fassmann – Chemnitzer Unternehmer

Der Branchenverband der Kultur- und Kreativwirtschaft „Kreatives Chemnitz“ will sich diesen Problemen stellen und steht allen Medienmachern in Chemnitz offen.

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