Chemnitz-Morgenleite/Kaßberg: Russische „Schockanrufe“

Zwei sogenannte Schockanrufe sind am Dienstag fehl geschlagen.

Gegen 18 Uhr wurde eine 83-Jährige im Ortsteil Morgenleite auf ihrem Festnetzanschluss von einem russisch sprechenden Mann angerufen.

Er gab sich als Sohn aus, der einen Unfall mit einem Kind verursacht habe und nun Schmerzensgeld in Höhe von 19.000 Euro zahlen müsse. Das Telefonat wurde von einem zweiten, ebenfalls russisch sprechenden Mann weitergeführt, der sich als Anwalt ausgab.

Er bekräftigte die Forderung gegenüber der ebenfalls russisch sprechenden Seniorin, indem er mit Gefängnis für den Sohn drohte. Die Angerufene schlug ein erneutes, späteres Telefonat vor, das allerdings nicht zustande kam. Die Seniorin hatte die Männer mit ihrem Betrugsversuch durchschaut. Was die Täter nicht wussten – die Frau hat keinen Sohn.

Etwa 30 Minuten später ging bei einer Familie auf dem Kaßberg ein ähnlicher Anruf ein. Hier meldete sich ein russisch sprechender Anrufer, der sich gegenüber einer 47-Jährigen als Sohn ausgab. Er brauche aufgrund einer Verletzung finanzielle Hilfe. Auch hier wurde der Betrugsversuch von der russisch sprechenden Familie durchschaut. Der Sohn der Frau, der zu Hause war, übernahm und beendete dann das Gespräch.

Die Polizei nimmt diese zwei Geschehnisse zum Anlass vor solchen oder ähnlichen Schockanrufen zu warnen und rät:
Gehen Sie in keinem Fall auf solche Forderungen ein!
Notieren Sie sich nach Möglichkeit die Anrufnummer vom Display!
Verständigen Sie sofort die Polizei, damit diese geeignete Maßnahmen einleiten kann!