Chemnitz: Polizei warnt vor Betrügern am Telefon

Die heutige Anzeige einer 76-jährigen Chemnitzerin, die ein Unbekannter um ihr Geld bringen wollte, nimmt die Polizei zum Anlass einer Warnung vor Betrügern am Telefon.

Die Anzeigeerstatterin erhielt am Dienstagvormittag den Anruf eines Mannes, der sich als Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Hamburg ausgab. Er sei für die Auszahlung einer Entschädigung im Zusammenhang mit Betrugstaten in der Türkei zuständig.
 
Nachdem die Seniorin Name und Telefonnummer erfragt hatte, wollte der Mann am anderen Ende der Leitung die ihm vorliegende Bankverbindung vergleichen. Diese konnte die Angerufene bestätigen. Was nicht stimmte, war die Wohnanschrift. Hier nannte der Mann am Telefon eine ehemalige Anschrift der Seniorin.

Der vermeintliche Justizmitarbeiter forderte die Frau auf, 2.100 Euro für die Bearbeitung zu überweisen. Dazu solle sie das Geld von der Sparkasse holen und dann per Western Union bei der Postbank einzahlen. Das Geld erhalte sie später zurück. Allerdings dürfe sie nur sagen, sie benötige das Geld für eine Reise.

Die Frau fragte bei der Postbank nach und dort riet man ihr, die Finger davon zu lassen, da es sich offensichtlich um eine Betrugsmasche handele. Die Bankmitarbeiterin verständigte richtigerweise die Polizei.

Die Polizei rät:
– Gehen Sie unter keinen Umständen auf am Telefon gestellte Geldforderungen ein! Dabei ist es gleich, von wem diese gestellt werden!
– Geben Sie niemandem Ihre Bankverbindung bekannt!
– Sollten Sie sich unsicher sein im Falle eines Anrufs, wenden Sie sich an eine Person, der Sie vertrauen.

Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie sofort die Polizei informieren.

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