Chemnitz: Protest gegen geplante Grundschulschließung

Zahlreiche Eltern mit ihren Kindern haben am Mittwochnachmittag vor dem Chemnitzer Rathaus gegen die Schließung der Grundschule Altendorf protestiert.

Bisher teilen sich die Grundschule und die Oberschule den Gebäudekomplex an der Ernst-Heilmann-Straße.

Aufgrund steigender Oberschüler-Zahlen sollen nach Plänen der Verwaltung nun die Grundschüler aus Platzgründen in die Flemming-Grundschule umziehen.

Gegen dieses Vorhaben wurden vom Elternrat der Grundschule Altendorf bereits rund 2.800 Unterschriften gesammelt.

Zum gestern stattfindenden Schulausschuss wurden diese an den zuständigen Sozialbürgermeister Philipp Rochold übergeben.

Interview: Antje Diezmann, Elternratsvorsitzende Grundschule Altendorf

Das Kapazitätsproblem an der Oberschule Altendorf wurde laut Bürgermeister Rochold bereits vor einem Jahr im Schulausschuss debattiert.

Schnelle Lösungen könne es dafür nicht geben.

Falls die Stadträte eine Schließung der Grundschule und den Umzug der Kinder ablehnen, schlägt die Stadtverwaltung einen Plan B vor.

Dieser beinhaltet die Aufstellung von Containern auf dem Schulgelände, in denen sich mobile Klassenzimmer befinden.

Interview: Philipp Rochold (parteilos), Sozialbürgermeister

Auf Seiten der Eltern wünscht man sich, dass zukünftig wieder alle Grundschüler im zweiten Stockwerk des sanierten Schulgebäudes untergebracht werden.

Dagegen sieht der Plan B der Verwaltung vor, die Grundschüler im Falle eines Verbleibens am Standort in den Containern unterzubringen.

Interview: Philipp Rochold (parteilos), Sozialbürgermeister

Die Entscheidung über die Zukunft der Grundschule Altendorf soll in der Stadtratssitzung am kommenden Mittwoch fallen.