Chemnitz: Sanierung des Viadukts rückt in weite Ferne

Das Viadukt im Chemnitzer Stadtteil Rabenstein wird auch in den kommenden Jahren vor sich hinrosten.

So ist eine Sanierung des Technischen Denkmals in der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt Chemnitz nicht eingeordnet. Das geht aus einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der CDU hervor.

Mit einer Restaurierung des 1897 erbauten Viadukts bis zum Jubiläum 2017 ist damit nicht zu rechnen.

Sorgen macht den Rabensteiner Bürgern vor allem die fortschreitende Korrosion an den Stahlträgern der Konstruktion. Im Jahr 2009 hatte die Stadt den Natursteinbogen an der Westseite mit seinen Widerlagern instand gesetzt, sowie den Gehweg und die Geländer auf dem Viadukt für rund eine Viertelmillion Euro erneuert.

Eine komplette Sanierung eine der ältesten Stahlbaubrücken Deutschlands wurde auf rund 800.000 Euro geschätzt.

Das 150 Meter lange Viadukt wurde einst für den Eisenbahnverkehr gebaut. Nachdem 1950 der letzte Zug über die Brücke rollte, wurde das Bauwerk 1985 unter Denkmalschutz gestellt. Gleichzeitig wurde ein Panoramawanderweg angelegt, der heute viele Besucher anzieht.