Chemnitz: „Schillingsche Figuren“ enthüllt

Am Chemnitzer Schlossteich ist nun endgültig der Frühling ausgebrochen.

So sind am Dienstagmorgen die „Schillingschen Figuren von ihrem Winterschutz befreit worden. Dazu waren Mitarbeiter des Grünflächenamtes mit schwerem Gerät vor Ort.

Vorsichtig wurden die Schutzhauben aus Acrylglas von den Sockeln gehoben. Die Einhausungen sind notwendig, um die Sandstein-Figuren in den Wintermonaten vor Frost zu schützen.

Nun werden die teilweise beschädigten Schutzhüllen vom Grünflächenamt vor ihrem nächsten Einsatz instand gesetzt.

Die Figurengruppe geht auf Entwürfe des 1828 in Mittweida geborenen Bildhauers Johannes Schilling zurück.

Sie symbolisiert die vier Tageszeiten – Morgen, Mittag, Abend und Nacht. Ursprünglich standen sie auf der Brühlschen Terrasse in Dresden.

Dort wurden die Sandstein-Skulpturen allerdings durch Bronzeabgüsse ersetzt. Die Originale kamen Anfang des 20. Jahrhunderts auf Schenkung von König Albert nach Chemnitz.

Nachdem sie zunächst an der Petrikirche aufgestellt wurden, mussten sie 1928 dem Neubau des „Chemnitzer Hofes“ weichen.

Seit 1936 stehen die „Schillingschen Figuren“ vor der Brunnenanlage im Schlossteichpark.