Chemnitz: „Schlafender Riese“ soll geweckt werden

Im Rahmen eines EU-Projektes soll der ehemalige Spinnereimaschinenbau im Chemnitzer Stadteil Altchemnitz weiter entwickelt werden.

Dazu haben sich am Dienstag Mitglieder der lokalen Projektgruppe mit einem Experten für integrierte Stadtentwicklung aus Berlin getroffen. Gemeinsam verschafften sich die Vertreter, unter anderem der Stadt Chemnitz, der CWE sowie Geschäftsführer und Nutzer des Gebäudekomplexes, einen Überblick bei einem Rundgang.

Mit dem teilweise denkmalgeschützten Spinnereimaschinenbau bewirbt sich Chemnitz für einen Platz im europäischen Netzwerk URBACT III, bei dem Fördermittel und Know-How für die Wiederbelebung von Industriebrachen zur Verfügung gestellt werden.

Interview: Pia Sachs, EU-Stelle der Stadt Chemnitz

Im Sommer 2013 war der 47.000 m² große Komplex an ein Immobilienunternehmen versteigert worden.

Derzeit sind im ehemaligen Hauptsitz des DDR-Textilkombinats „Textima“ rund 40 Prozent als Gewerbefläche vermietet. So befindet sich unter anderem der Musikclub „Sanitätsstelle“ und eine Boulderhalle für Kletterfans auf dem Areal.

Durch die Teilnahme an dem EU-Projekt soll den stark sanierungsbedürftigen Gebäuden in Zukunft noch mehr Leben eingehaucht werden. Dies ist auch im Sinn der Stadt Chemnitz.

Interview: Pia Sachs, EU-Stelle der Stadt Chemnitz

Besonders interessant ist für die Projektgruppe die räumliche Nähe des Spinnwerk-Komplexes zur TU Chemnitz und deren Smart System-Campus.

Dazwischen liegt jedoch die Bahnlinie, weshalb es keine direkte Verbindung gibt. Dies könnte sich durch die Idee einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke möglicherweise ändern.

Interview: Pia Sachs, EU-Stelle der Stadt Chemnitz

Im Frühjahr des kommenden Jahres fällt die Entscheidung, ob die Stadt Chemnitz mit ihrem Antrag in die nächste Runde des Stadtentwicklungsprojektes gelangt.