Chemnitz: Sparkonzept sorgt für Unmut

Das am Dienstagnachmittag vorgestellte Sparkonzept für die Stadt Chemnitz ist auf breite Ablehnung gestoßen.

Eine Unternehmensberatung hatte einen Katalog von mehr als 50 Maßnahmen vorgelegt, mit dem bis 2017 rund 7 Millionen Euro im Chemnitzer Haushalt eingespart werden könnten.

Neben der Schließung der Freibäder in Wittgensdorf und Erfenschlag wird dabei auch eine Reduzierung der Betreuungszeiten in Kitas, die Schließung des Wildgatters in Oberrabenstein und die Abschaffung der Sekretariate in Schulen vorgeschlagen.

Auf der Liste der Vorschläge befindet sich auch die Auflösung der acht Ortschaftsräte in Chemnitz, so beispielsweise in Grüna, Klaffenbach oder Einsiedel .

Damit sollen pro Jahr 190.000 Euro gespart werden.

Begründung: nur 11 Prozent der Chemnitzer würden mit den Ortschaftsräten repräsentiert.

Interview: Lutz Neubert – Ortsvorsteher Grüna

Mit den Ortschaftsräten sollte den Bürgern nach der Eingemeindung ein Sprachrohr für ihr Mitbestimmungsrecht eingeräumt werden.

Nach den Plänen des Sparkonzepts soll Bürgerbeteiligung nun über andere Wege, zum Beispiel die Bürgerplattformen erfolgen.

Interview: Berthold Brehm (CDU) – Finanzbürgermeister Stadt Chemnitz

In Grüna ist der Ortschaftsrat Ansprechpartner für rund 6.000 Einwohner.

Er kümmert sich nicht nur um viele Belange von Bürgern und ansässigen Unternehmen, er organisiert auch viele Veranstaltungen vor Ort.

Von einer Ersetzung durch Bürgerplattformen hält man in Grüna nichts.

Interview: Lutz Neubert – Ortsvorsteher Grüna

Welche Maßnahmen des Sparkonzeptes tatsächlich umgesetzt werden, entscheidet der Chemnitzer Stadtrat am 18. Dezember.