Chemnitz: Tatverdächtiger zu Sexualstraftat in Haft

Eine 27-jährige Frau war am 26. August 2014 Opfer sexueller Nötigung durch einen unbekannten Mann in Chemnitz-Altendorf geworden.

Die junge Frau wehrte sich und rief um Hilfe, so dass der Täter von ihr abließ und die Flucht ergriff.

Am 26. September 2014 banden Staatsanwaltschaft und Polizei die Öffentlichkeit in die Ermittlungen ein, indem den Medien Überwachungsaufnahmen aus einem Nahverkehrsbus zur Verfügung gestellt wurden, auf denen der mutmaßliche Täter zu sehen war.

Aufgrund dieser Öffentlichkeitsfahndung gingen in den folgenden Tagen zahlreiche Hinweise bei der Polizei ein. Die überwiegende Zahl dieser Hinweise war sehr konkret und rückte einen 20-jährigen Chemnitzer in den Fokus der Ermittler. Der Tatverdacht konnte weiter erhärtet werden, sodass die Staatsanwaltschaft Chemnitz am 30. September 2014 Antrag auf Erlass eines Haftbefehls stellte. Dem wurde am Amtsgericht entsprochen. Da der nunmehr Beschuldigte zwischenzeitlich unbekannten Aufenthalts war, lief die Fahndung an. Über kurz oder lang wäre er gefasst worden.
Manchmal mischt dann doch Kommissar Zufall ein wenig mit und beschleunigt den weiteren Lauf der Dinge.

Am 13. Oktober 2014 informierte der Sicherheitsdienst eines Einkaufsmarktes am Thomas-Mann-Platz die Polizei darüber, dass in dem Markt gerade ein mutmaßlicher Ladendieb zugange wäre, der von Kosmetika die Verpackungen entfernt und in Kürze vermutlich ohne zu bezahlen den Markt verlassen wird. Die Beamten des Polizeireviers Chemnitz-Nordost waren schnell da und konnten den Mann vor Ort festnehmen. Die weiteren Prüfungen ergaben, dass es sich um jenen mit Haftbefehl gesuchten 20-jährigen Chemnitzer handelt. Er wurde noch am selben Tag dem Haftrichter vorgeführt. Der Haftbefehl wurde in Vollzug gesetzt und der Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen dauern an.

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