Chemnitz: Trinkwassermangel in der Zeltstadt – Flüchtlinge kollabieren

In der Zeltstadt auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Chemnitz herrscht wegen der großen Hitze offenbar Wassermangel.

Am Mittwoch kollabierten nach bisher unbestätigten Berichten bis zu 15 Flüchtlinge und mussten medizinisch versorgt werden. Rettungsdienst und Feuerwehr sind im Dauereinsatz. Feuerwehrleute bauten eine notdürftige Wasserversorgung auf. In Chemnitz herrschten am Mittwochmittag Temperaturen um die 30 Grad.

Der Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen im Sächsischen Landtag, Volkmar Zschocke, kritisierte gegenüber AUDIOVISION CHEMNITZ die Asylpolitik von Bund und Freistaat scharf.

Zschocke forderte die Ablösung des Sächsischen Innenministers Markus Ulbig (CDU). Es müsste dringend eine weitere Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Sachsen eingerichtet werden.

UPDATE 16.20 Uhr+++ Ein Sprecher der Landesdirektion Sachsen dementierte den Rettungseinsatz. Die Feuerwehr sei mit einer Drehleiter auf dem Gelände gewesen, um Fotos anzufertigen, außerdem seien Wasserbecken gefüllt worden, wodurch es zu einem zeitweisen Druckabfall in den Wasserleitungen gekommen war.

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