Chemnitz: TU-Turnhalle wird saniert

In der vergangenen Woche waren die letzten verbliebenen Asylbewerber aus der Turnhalle der Technischen Universität Chemnitz am Thüringer Weg ausgezogen.

Nun müssen an der Sportstätte laut dem Sächsischen Immobilien- und Baumanagement (SIB) noch Reparaturarbeiten durchgeführt werden.

Nachdem seit August des vergangenen Jahres bis zu 250 Flüchtlinge in der Halle auf engstem Raum untergebracht waren, muss nun unter anderem das Parkett aufgearbeitet, der Sanitärbereich saniert und die Türen instand gesetzt werden.

Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 137.000 Euro. Im April soll die Turnhalle wieder für den Studentensport zur Verfügung stehen.

Während der Unterbringung hatten Studenten und Mitarbeiter der Universität den Flüchtlingen ehrenamtlich zahlreiche Hilfeleistungen, wie Sprachunterricht und Freizeitangebote, zukommen lassen. Dieses Engagement wird auch an anderer Stelle fortgesetzt.

In den vergangenen beiden Wochen hatte die TU Chemnitz gemeinsame Mitmachangebote für deutsche und Flüchtlingskinder in ihrem Kreativzentrum durchgeführt. Dabei konnten die ausländischen Kinder, die bereits in Integrationsklassen in Chemnitzer Schulen unterrichtet werden, in die Welt der Wissenschaft eintauchen.

Interview: Dr. Maria Worf, Projektleiterin TU Chemnitz

Insgesamt haben an den mehr als 20 Angeboten des „SchülerCampus“ im Kreativzentrum rund 200 Kinder und Jugendliche teilgenommen, dabei mehrheitlich Flüchtlingskinder. Der Fokus lag dabei auf den Naturwissenschaften.

Interview: Dr. Maria Worf, Projektleiterin TU Chemnitz

Nur wenige Meter von der Turnhalle der TU Chemnitz entfernt dient derzeit noch ein ehemaliges Studentenwohnheim als Erstaufnahmeeinrichtung. Vom Deutschen Roten Kreuz werden in dem Gebäude seit Oktober etwa 300 Asylsuchende betreut.