Chemnitz: Weltecho – Bewohner klagen über Partylärm

Das Chemnitzer Kulturzentrum „Weltecho“ an der Annaberger Straße sieht sich derzeit mit verstärkten Beschwerden wegen Lärms konfrontiert.

So klagten Bewohner des angrenzenden Neubaublocks wiederholt über ruhestörenden Partylärm bei verschiedenen Veranstaltungen und haben eine Bürgerinitiative gegründet.

In den vergangenen Wochen hat sich das Problem zugespitzt, so dass jetzt auch rechtliche Schritte gegen das Weltecho drohen.

Für die beiden Vereine Oscar e.V. und Ufer e.V., die das Weltecho betreiben, sind die Vorwürfe nicht neu.

Interview: Yvonne Friedrich – Vorstandsmitglied OSCAR e.V. Weltecho

In den vergangenen Wochen hat das Weltecho im Auftrag des Chemnitzer Umweltamtes ein Schallprotokoll geführt, das in ein Lärmgutachten einfließt.

Dabei soll vor allem geklärt werden, ob sich der Schall über die Luft oder die aneinanderliegenden Gebäudeteile überträgt. Daraus könnten sich dann mögliche bauliche Lösungen ableiten lassen.

Ungeachtet dessen befürchten die Betreiber des Weltechos einen schnellen Stopp für laute Veranstaltungen wie Partys und Konzerte.

Interview: Yvonne Friedrich – Vorstandsmitglied OSCAR e.V. Weltecho

Im Chemnitzer Rathaus weißt man um die kulturelle Bedeutung des Weltechos für die Stadt.

Deshalb ist man dort bemüht eine zufriedenstellende Lösung für alle Beteiligten zu finden.

Interview: Barbara Ludwig (SPD) – Oberbürgermeisterin Stadt Chemnitz

Im Weltecho finden nahezu täglich Kinovorführungen, Diskussionsrunden, Theater- und Tanzaufführungen, sowie Ausstellungen statt.

Die außerdem veranstalteten Partys und Konzerte sind aus finanzieller Sicht für die betreibenden Vereine überlebensnotwendig.

Interview: Yvonne Friedrich – Vorstandsmitglied OSCAR e.V. Weltecho

Derzeit liegt noch keine juristische Verfügung zur Einstellung des Party- und Konzertbetriebes vor.

Deshalb wird an allen geplanten Veranstaltungen des Weltechos zunächst festgehalten.