Chemnitz-Zentrum: Wieder Seniorin ausgetrickst

Am Freitag kam eine 81-jährige Seniorin vom Einkauf wieder zu ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus auf der Straße der Nationen, als ihr eine fremde Frau ins Haus folgte.

Vor ihrer Wohnungstür bemerkte die Seniorin, dass die Frau bei der Nachbarin klingelte, aber niemand öffnete. Als die 81-jährige ihre Wohnung betrat, bat die Unbekannte, für die Nachbarin etwas aufzuschreiben. Obwohl die Seniorin die fremde Frau nicht in die Wohnung lassen wollte, wurde sie so bedrängt, dass sie schließlich nachgab. Die Vorsaaltür stand dabei noch offen. Dort erschien nach kurzer Zeit eine zweite Frau und beide redeten jetzt auf die Seniorin ein. Als dies der Frau unheimlich wurde, drohte sie mit der Polizei. Daraufhin verließen beide die Wohnung. Offensichtlich hatten sie gefunden, wonach sie suchten. Weil die Rentnerin der Meinung war, die Frauen immer im Blick gehabt zu haben, schöpfte sie am Freitag noch keinen Verdacht. Erst als am Sonntag ihr Enkel zu Besuch war und sie von dem Vorfall erzählte, schaute die Seniorin noch einmal nach ihrer Geldkassette im Schlafzimmer. Die Kassette mit mehreren tausend Euro, persönlichen Dokumenten und dem Sparbuch war verschwunden. Auch aus zwei Portmonees im Wohnzimmerschrank nahmen die Diebinnen insgesamt über 1.500 Euro mit.

Die Frauen wurden wie folgt beschrieben:

1. 30 Jahre alt, vollschlank, etwa 1,65 bis 1,70 m groß, schwarze schulterlange, wellige Haare, bekleidet mit schwarzer Hose und schwarzem Oberteil

2. ca. 25 bis 30 Jahre, etwa 1,65 groß (etwas kleiner als ihre Begleiterin), bekleidet mit weißer Jacke und blauen Jeans, diese Frau hatte weiße Handschuhe an.

Beide Frauen waren südländischen Typs, möglicherweise Türkinnen, die deutsch sprachen, jedoch keinen hiesigen Dialekt. Sie sind möglicherweise mit einem Fahrzeug unterwegs, welches von einem Mann gefahren wird.

Bereits am 13.05. hatten offensichtlich die gleichen Täterinnen auf der Helmholtzstraße einen 83-jährigen Senior um mehrere tausend Euro „erleichtert“. Aus diesem Grund warnt die Polizei nochmals eindringlich davor, Fremde mit in die Wohnung zu lassen. Auch Forderungen nach Schreibmaterial müssen nicht erfüllt werden. Man sollte sich auf keinen Fall auf Gespräche einlassen und notfalls die eigene Wohnung erst öffnen, wenn die Fremden das Haus verlassen haben. Auch Nachbarn sollten ein wachsames Auge auf verdächtige Personen im Haus haben.