Chemnitzer Bahnhof beherbergt künftig Arztpraxis und Wohnungen

Der Begriff „Gruselbahnhof“ ist eine Wortschöpfung des Mitteldeutschen Rundfunks aus der Sendung „Hier ab Vier“ und trifft leider auf viele vergammelte Bahnhöfe, nicht nur in Mitteldeutschland, zu.

Dass es auch ganz anders geht, beweist Rick Meisel aus Chemnitz. Der Privatmann hat im letzten dreiviertel Jahr aus dem alten Bahnhof Glösa an der Bornaer Straße ein echtes Schmuckstück gemacht. Die schöne alte Klinkerfassade ist aufpoliert, die braunen Fensterrahmen mit den Sprossen fügen sich gut in das Gesamtbild des Gebäudes ein und das Dach ist mit Pfannen neu gedeckt. Der hässliche Stellwerksanbau aus DDR-Zeiten wurde abgerissen, stattdessen gibt es jetzt einen Anbau, der in seiner Farbgebung mit dem rot-gelben Klinkerbau harmoniert.

Eine echte (funkgesteuerte) Bahnhofsuhr, die mit Strahlern angeleuchtete Fassade und das Bahnhofsschild „Glösa“ machen den Bahnhof besonders in der Dunkelheit zu einem echten „Hingucker“. In den nächsten Tagen soll auf dem Vorplatz noch eine Original-Gaslaterne aufgestellt werden. In das Erdgeschoss wird laut Rick Meisel eine Arztpraxis einziehen, im Obergeschoss sind vier Wohnungen untergebracht. Das gesamte Gelände will der Eigentümer künftig zu einem Gewerbegebiet entwickeln.

Quelle: News Audiovision