Chemnitzer Bazillenröhre wird umgestaltet

In einem nicht öffentlichen Workshop wurden am Mittwoch Möglichkeiten zur Umgestaltung der Chemnitzer Bazillenröhre zwischen Maurerstraße und Dresdner Straße erörtert.

Das Ziel soll sein, den Tunnel ausschließlich mit Licht zu gestalten, so dass er von Passanten als angstfreier, angenehmer und emotional positiv aufgeladener Raum wahrgenommen wird.

Es galt jedoch neben den gestalterischen Anforderungen auch sicherheitstechnische Aspekte für die Nutzung des Tunnels durch Fahrradfahrer, Fußgänger und Behinderte zu beachten.

Für diese Aufgabe beauftragten das Stadtplanungs- und Tiefbauamt mit Anke Neumann und Frank Maibier aus Chemnitz sowie Ruairi O´Brien aus Dresden drei Künstler, die bereits einige Erfahrung mit Lichtgestaltung haben.

Anke Neumann sieht für ihren Entwurf eine beleuchtete, helle Decke des Tunnels vor.

Daran könnten Stimmungen, fast wie unter freiem Himmel projeziert werden.

Die Wände des Tunnels werden dabei in ihren ursprünglichen Zustand versetzt und über die gesamte Länge mit großen Buchstaben ein Text angebracht.

Frank Maibier hingegen setzt auf eine Kombination aus direkter Beleuchtung von oben und ergänzt diese durch Lichtkästen an den Wänden.

Die Beleuchtung entlang der Decke verläuft kurvenartig, um so die Länge des Tunnels optisch zu brechen.

Ruairi O´Briens Entwurf zeigt ein lineares Beleuchtungselement über die gesamte Länge des Tunnels.

Der Tunnel wird zwischen den jeweiligen Eingangsbereichen und einem längeren Mittelteil durch unterschiedliche Beleuchtungsfarben differenziert.

Grundsätzlich fanden alle Entwürfe am Mittwoch Zustimmung und Lob.

Mit einer endgütligen Entscheidung ist bis zum Jahresende zu rechnen.

Die Umsetzung soll dann im kommenden Jahr erfolgen.

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